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Explodierende Corona-Zahlen: Karl Lauterbach fordert jetzt 2G - und nennt Schwerpunktbereich

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Von: Patrick Mayer

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SPD-Gesundheitsexperte in der Corona-Pandemie: Karl Lauterbach.
SPD-Gesundheitsexperte in der Corona-Pandemie: Karl Lauterbach. © IMAGO / Future Image

Die Corona-Infektionen schießen im November in Deutschland in die Höhe. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert für die 2G-Regel - vor allem in der Gastronomie.

München/Berlin - Wie sehr die Corona-Infektionen in Deutschland in die Höhe schießen, lässt sich Anfang November anhand einfacher Zahlen nachvollziehen. So wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI)* an diesem Sonntag (7. November) 23.543 Neuinfektionen mit dem Coronavirus* binnen 24 Stunden gemeldet. Das waren 6656 gemeldet Fälle mehr als noch vor einer Woche. Am Samstag, 6. November, waren es sogar mehr als 34.000 registrierte Neuinfektionen.

Die Diskussion läuft. Die mögliche Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP* arbeitet laut der BILD in den Koalitionsverhandlungen an neuen Corona-Regeln - unter anderem sollen sich demnach Pflegekräfte täglich testen lassen. Unabhängig vom Impfstatus. Ärzte empfehlen indes wieder kostenlose Bürgertests für alle. Mehr noch: Der Ärzteverband „Marburger Bund“ fordert eine Corona-Impfpflicht für alle Pflegenden und Lehrenden.

Corona: 2G in Deutschland? Karl Lauterbach fordert neue Regeln in der Gastronomie

Immer wieder fällt in dieser Gemengelage der Begriff 2G. Nachbar Österreich macht es vor. Ab Montag, 8. November, dürfen in der Alpenrepublik nur noch Geimpfte und Genesene* in Lokale, Bars und Restaurants. Also die Gastronomie auch im Innenbereich nutzen. Ungeimpfte dagegen nicht. Dasselbe Szenario schlägt nun SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach* für Deutschland vor.

Wir müssen flächendeckend 2G erwägen.

SPD-Corona-Experte Karl Lauterbach

„Wir müssen flächendeckend 2G* erwägen. Insbesondere in Bereichen, wo man sich schnell ansteckt: Restaurants, Cafés, überall dort, wo größere Menschenmengen zusammenkommen“, sagte der Rheinländer dem ZDF. Das Thema ist nicht unumstritten.

Reihenweise klagen Gastronomen nach zwei Corona-Lockdowns über Personalnot, nachdem sich viele Beschäftigte und Minijober jobtechnisch in den vergangenen Monaten umorientiert haben. Fielen nun auch noch die ungeimpften Mitarbeiter weg, bekäme die Branche womöglich ein noch größeres Problem.

Im Video: Corona-Infektionen in Deutschland nähern sich neuer Rekordmarke

Ein Beispiel: „In der Gastronomie sucht im Moment jeder händeringend nach Personal“, sagte unlängst Großgastronom Christian Schottenhamel (Nockherberg und Schottenhamel Festhalle Wiesn) der AZ: „Es ist ein Riesenproblem. Wir haben zehn bis 15 Prozent unserer Mitarbeiter verloren, weil die in andere Branchen abgewandert sind.“

Corona: 2G in Deutschland? In Österreich stieg die Impfbereitschaft enorm

Kommt die 2G-Regel jetzt auch in Deutschland* in der Gastronomie? In Österreich stieg die Impfbereitschaft nach dem Entschluss der Regierung in den vergangenen Tagen enorm. (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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