Der andalusische Regierungssprecher Elias Bendodo während einer Pressekonferenz.
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Die beschlossenen Restriktionen für Studenten in Granada verkündete der Regierungssprecher Elías Bendodo nach der jüngsten Kabinettssitzung.

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Coronavirus in Andalusien: Granada steht kurz vor dem Lockdown

  • vonJosé Antonio Nieto
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Die Infektionsrate ist in Granada in den letzten Tagen rasant angestiegen. Für die negative epidemiologische Entwicklung in der andalusischen Universitätsstadt macht die Landesregierung vor allem die Studenten und deren ausschweifendes Nachtleben verantwortlich.

Granada - Den als bedenklich geltenden Grenzwert von 500 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den letzten 14 Tagen hat Granada bereits überschritten*, wie costanachrichten.com* berichtet. Die Infektionsrate liegt in der andalusischen Provinzhauptstadt bereits bei über 600 pro 100.000 Einwohner. Als Sündenböcke hat die Landesregierung die Studenten ausgemacht, denn der rasante Anstieg der Neuinfizierten ist mit Beginn des akademischen Studienjahres zusammengefallen. Bilder nächtlicher Trinkgelage in den Straßen der Innenstadt - ohne jegliche Corona-Schutzmaßnahmen - haben sie schließlich zur Reaktion genötigt.

Für die Dauer von zehn Tagen hat das Regierungskabinett eine Suspendierung des Präsenzunterrichtes an der Hochschule angeordnet. Für alle Studentenwohnheime Granadas ist nach der jüngsten Häufung von Infektionsausbrüchen eine nächtliche Ausgangssperre ab 22 Uhr angeordnet worden. Die Leitung der Universität hat die Aussetzung der Vorlesungen und Seminare harsch kritisiert und die Maßnahme sogar als kontraproduktiv bewertet. Der Regierungssprecher Elías Bendodo glaubt hingegen, dass nur so ein drohender Lockdown für die gesamte Stadt verhindert werden kann. *costanachrichten.com ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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