1. Startseite
  2. Politik

Wann ist der nächste Corona-Gipfel? Termine und Inhalte in der Übersicht

Erstellt:

Von: Bettina Menzel

Kommentare

Beim kommenden Bund-Länder-Treffen am Freitag (7. Dezember) wird es neue Beschlüsse geben, wie Gesundheitsminister Lauterbach ankündigte
Beim kommenden Bund-Länder-Treffen am Freitag (7. Januar) wird es neue Beschlüsse geben, wie Gesundheitsminister Lauterbach ankündigte (Archivbild). © picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

Welche Corona-Regeln gelten gerade und was ändert sich künftig? Das legen Bund und Länder auf dem Corona-Gipfel fest. Alle wichtigen Termine und Inhalte in der Übersicht.

Berlin - Am kommenden Freitag (7. Januar) findet der nächste Corona-Gipfel statt. Schon jetzt steht fest, dass Bund und Länder an diesem Termin neue Corona-Regeln vereinbaren. Doch um welche Inhalte geht es? Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kündigte bereits an, dass eine mögliche Verkürzung der Quarantäne-Fristen zur Debatte stünde.

Corona-Gipfel: „Es wird auf jeden Fall neue Beschlüsse geben“

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist als ewiger Mahner bekannt. Das neue Jahr hatte er jedoch vorsichtig optimistisch eingeleitet. Die neue Corona-Variante Omikron sei zwar deutlich ansteckender, aber verursache der aktuellen Datenlage zufolge deutlich weniger schwere Verläufe, sagte er in einer Silvestershow des ZDF. Für 2022 sieht der Gesundheitsexperte daher „Licht am Ende des Tunnels“. Doch bis es soweit ist, gibt es noch viel zu tun.

Termine zum Corona-Gipfel in der Übersicht

Da sich die Menschen so leicht mit der Omikron-Variante anstecken, steht das Land vor neuen Herausforderungen bei der Pandemie-Bekämpfung. Schon vor Weihnachten hatte der Corona-Expertenrat der Bundesregierung vor einer extremen Belastung des Gesundheitssystems und der gesamten kritischen Infrastruktur gewarnt, sollten viele Menschen zeitgleich erkranken oder in Quarantäne müssen. Dies betrifft Bereiche wie die Feuerwehr, Krankenhäuser, aber auch die Stromversorgung. Eine Verkürzung der Isolations- oder Quarantänefristen steht daher im Raum. Das Robert-Koch-Institut will noch vor dem Corona-Gipfel eine Empfehlung zur Quarantäne-Verkürzung abgeben. Der bayerische Gesundheitsminister Holetschek (CSU) hatte indes angeregt, geboosterte Kontaktpersonen von der Pflicht zur Quarantäne zu befreien.

RKI fordert „sofortige Kontaktbeschränkungen“

Das Robert-Koch-Institut hatte noch Ende vergangenen Jahres „sofortige Kontaktbeschränkungen“ gefordert.  „Ich lege viel Wert auf die wissenschaftliche Beratung auch durch das RKI,“ hatte Lauterbach zu den Forderungen gesagt. „Wir arbeiten Hand in Hand“. Aber im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit des RKI könne es auch schon mal eine Forderung geben, „die wir nicht sofort umsetzen“, so der Gesundheitsminister weiter.

Gleichzeitig betonte Lauterbach noch im vergangenen Jahr, „dass auch ein harter Lockdown diskutiert werden muss, sollten die Fallzahlen sich so entwickeln“. Es gebe keine rote Linie, nur „zum jetzigen Zeitpunkt sind wir da nicht“, so der Politiker Ende Dezember. Um zu verhindern, dass die Omikron-Welle zu groß werde, werde man auch beraten müssen, welche Kontaktbeschränkungen angemessen seien, sagte Lauterbach am Sonntagabend gegenüber RTL/ntv im Hinblick auf den anstehenden Corona-Gipfel.

Eine Durchseuchung könne man sich in Deutschland wegen der hohen Zahl an Ungeimpften nicht leisten. „Die Fallzahlen werden sehr stark steigen, und das wird dann auch viele Ungeimpfte treffen, und die sind nicht geschützt. Daher mache ich mir da große Sorgen.“ Zur Eindämmung der kommenden Infektionswelle setzt der Gesundheitsminister daher auf Auffrischungsimpfungen. „Ich würde mir wünschen, dass wir den allergrößten Teil der Bevölkerung bis Ende Januar geboostert haben“, sagte er gegenüber den Tagesthemen.

Themen beim Corona-Gipfel: Quarantäne, Kontaktbeschränkungen, Impfpflicht

Neben einer möglichen Verkürzung der Quarantäne und etwaigen Kontaktbeschränkungen könnte auch die Impfpflicht ein wichtiges Thema für den Corona-Gipfel werden. Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz und Regierungschef von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU), erinnerte Olaf Scholz (SPD) an seine Worte bevor er Bundeskanzler wurde. Scholz habe die Impfpflicht ursprünglich für Februar anvisiert, sagte Wüst am Montag gegenüber dem Morgenmagazin der ARD. „Das Wort muss auch gelten, wenn er Kanzler ist“, forderte der CDU-Politiker.

(bm mit Material von dpa/afp)

Auch interessant

Kommentare