Coronavirus - Iran
+
Der Berater des iranischen Außenministers ist am Coronavirus gestorben. (Symbolbild)

Sars-CoV-2 im Iran

Coronavirus: Todesfall im iranischen Außenministerium

Das Coronavirus breitet sich auch im Iran weiter aus. Ein hochrangiges Mitglied des Außenministeriums ist gestorben. Und mehrere Politiker sind infiziert.

  • Das Coronavirus schlägt auch im Iran zu
  • Nach einer Infektion stirbt ein Mitglied des Außenministeriums
  • Regierung zieht bereits drastische Maßnahmen im Land

Teheran -  Das Coronavirus ist auch im Iran weiterhin eine Gefahr. Am Donnerstag starb ein Mitglied des Außenministeriums. Er ist allerdings nicht der erste iranische Politiker der den Folgen einer Infektion des Virus erlegt. Staatliche Medien gaben seinen Tod am Freitag öffentlich bekannt.

Der verstorbene Berater Hussein Scheicholeslam erlag den Folgen des Coronavirus* im Alter von 67 Jahren. Seit vielen Jahren war er Mitglied des Ministeriums und bereits 1979 war er bei der Islamischen Revolution beteiligt - damals noch als Student. Scheicholeslam sei als ein altgedienter und revolutionärer Diplomat bekannt gewesen. 

Coronavirus macht sich im ganzen Land breit 

Der Iran kämpft schon seit längerem mit dem Virus. In allen 31 Provinzen des Landes gibt es bereits Fälle mit Infektionen. Die Regierung hat schon zu drastischen Maßnahmen gegriffen, um das Virus einzudämmen. Arbeitszeiten der Beschäftigten wurden gekürzt und im ganzen Land werden Schulen und Universitäten geschlossen. Auch große Kultur- und Sportveranstaltungen sind bis auf Weiteres abgesagt worden. 

Lesen Sie auch, wie sie sich vor dem neuartigen Coronavirus schützen* können.

Tausende Infizierte im Iran 

Bereits bis Freitag wurden aus dem Iran mehr als 4700 Infektionen bestätigt. Seit Donnerstag kommen noch einmal 1234 Fälle neu hinzu. Der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Teheran teilte ebenso mit, dass die Todesfälle drastisch angestiegen seien - von 17 auf 124. Politiker und Regierungsbeamte sind laut einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP ebenfalls unter den Toten. 

Das aus China stammende Coronavirus ist in vielen Teilen der Welt angekommen. Auch vor Südtirol macht das Virus nicht halt. Insbesondere Norditalien ist betroffen. Das Robert-Koch-Institut gab dazu ein neues Risikogebiet bekannt. 

Auch in Deutschland sind bereits mehr als 400 Fälle von Infizierten bekannt. In Koblenz beraten derzeit Notärzte und Rettungskräfte über eine Eindämmungsstrategie des Sars-CoV-2 Virus. Bei den Medizinern herrscht grundsätzlich eher eine deeskalierende Stimmung.

AFP, mk 

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare