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DFB-Pokal: Viertelfinale abgesagt! Corona-Fälle bei Überraschungs-Team verhindern historisches Spiel

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Georg Anastasiadis, Chefredakteur des Münchner Merkur., Kommentar.
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Georg Anastasiadis, Chefredakteur des Münchner Merkur.

Wieder Streit vor dem Coronagipfel bei Merkel

Kommentar zum Coronagipfel: Wir brauchen nicht Mami und Papi - sondern Experten

  • Georg Anastasiadis
    vonGeorg Anastasiadis
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Alles wie immer vor dem Coronagipfel mit der Kanzlerin: Die Weltuntergangsprohpeten schwärmen aus, der Streit um Lockerungen kocht hoch.

  • Keine Weltuntergangspropheten und keinen Lockerungs-Streit braucht die Politik vor dem nächsten Coronagipfel.
  • Was wir stattdessen bräuchten, wäre ein qualifiziertes Gremium von Experten.
  • Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

Bayerns Ministerpräsident hat vor dem Coronagipfel der Länderchefs mit der Kanzlerin einen richtigen Satz gesagt: Es habe keinen Sinn, jetzt den Lockdown einfach abzubrechen. Aber, lieber Herr Söder : Will das überhaupt jemand? In Deutschland gibt es, quer über alle Parteien und Entscheidungsträger hinweg, eine große Ernsthaftigkeit und Vorsicht. Wir dürfen, nach dem Debakel beim Impfen, die Coronapolitik nicht ein weiteres Mal vermasseln.

Was aber garantiert nicht weiterhilft, ist der Panikmodus, in den manche unser Land schon wieder versetzen wollen. Wie etwa die Virologin Melanie Brinkmann, die den Wettlauf mit den Virusmutationen „längst verloren“ gibt. Fehlt nur noch der Satz, dass wir alle sterben müssen, wenn wir die 7-Tage-Inzidenz jetzt nicht mit noch härteren Lockdownmaßnahmen auf null drücken. Es ist immer das gleiche Spiel: Vor dem Gipfel setzt das Kanzleramt seine Leute in Marsch, um die Menschen tüchtig zu erschrecken.

Nicht mal mehr die eigene Partei folgt Söder geschlossen auf seinem Weg

Was CSU-Chef Söder anbelangt, so will ihm mittlerweile nicht mal mehr die eigene Partei geschlossen folgen auf seinem Weg, erste Lockerungen nicht an einen Stufenplan mit konkret festgelegten Kriterien zu knüpfen – sondern allein an sein persönliches Gutdünken. Doch wir brauchen keinen Papi, und auch keine Mutti. Sondern einen – nicht vom Kanzleramt handverlesenen! – Weisenrat von Experten unterschiedlicher Disziplinen, gerne auch mit konträren Positionen, der der Politik vor deren Entscheidungen eine wissenschaftlich fundierte Risikoeinschätzung an die Hand gibt.

Der Virologe Klaus Stöhr schlägt neben Epidemiologen auch Gesundheitsökonomen, Soziologen, Psychologen, Infektiologen, Ethiker und Wirtschaftswissenschaftler vor, die die Auswirkungen bestimmter Maßnahmen nicht nur in Hinsicht auf das Virus ausleuchten, sondern auch Schäden in den Blick nehmen, die der Gesellschaft durch den Lockdown anderswo entstehen – etwa wenn Kinder Bildungschancen verlieren, Selbstständige ihre Existenz, wenn Senioren an Einsamkeit sterben. Auch ihr Leben gilt es zu retten.

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