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Georg Anastasiadis ist sich sicher, dass das Coronavirus langfristig keine Chance haben wird.

Erste Erfolge in China und Südkorea

Trotz Corona-Krise: Warum das Virus am Ende keine Chance hat

  • Georg Anastasiadis
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Das Land steckt in der kollektiven Corona-Depression. Wer genau hinsieht, kann aber schon jetzt Licht am Ende des Tunnels entdecken. Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

  • Eine Coronavirus-Schreckensmeldung jagt derzeit die nächste. 
  • Gesundheitssysteme sind überlastet und die Auswirkungen auf die Wirtschaft sind jetzt schon verheerend.
  • Doch möglicherweise gibt es schon Licht am Ende des Tunnels, vermutet Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis. 

München - Zu den bösartigsten Eigenschaften des Coronavirus* gehört, dass es den Menschen die Lebensfreude raubt: keine Konzertbesuche, kein Kino, kein Fußball. In der S-Bahn fährt die Furcht mit, selbst das Familienfest mit Oma und Opa ist plötzlich ein unkalkulierbares Risiko. Wie ein Eispanzer hat sich die Sorge um unser Land gelegt, und es wird erst noch schlimmer werden, ehe es wieder besser wird.

Coronavirus: Die Therapie von CoVid19 ist unter den aktuellen Umständen anspruchsvoll

Bis es so weit ist, kommt dem Handeln von Staat und Notenbanken enorme Bedeutung zu. In Italiens Intensivstationen spielt sich derzeit ein unbeschreibliches Drama ab*, das nun - reichlich spät - endlich auch unsere Politiker wachgerüttelt hat. Beatmungsbetten werden knapp, Ärzte müssen entscheiden, wer überleben darf und wer nicht. Doch Corona kann mehr als töten: Es hat der Wirtschaft zugleich einen Angebots- und einen Nachfrageschock versetzt*. Lieferketten sind unterbrochen, Konsum und Investitionen werden von entsetzten Bürgern und Unternehmen massiv zurückgefahren. Das macht die Therapie so anspruchsvoll

Deshalb werden Kurzarbeitergeld und Notkredite ebenso wie Nachfragepakete und Zinssenkungen allein nicht reichen. Wichtig ist, dass die Kursstürze an den Börsen aufhören, weil sie die Panik massiv verstärken: Wer sich plötzlich arm fühlt, fängt erst recht zwanghaft zu sparen an und verstärkt so die Abwärtsspirale. Die Prognose ist nicht gewagt, dass die EZB, so wie zuvor die chinesische Notenbank, schon bald den Aktienmarkt stützt, indem sie ihr Anleihekaufprogramm auf Aktien ausweitet.

Coronavirus: Menschen und Märkte brauchen nun Optimismus

Was Menschen und Märkte nun brauchen, ist ein Optimismus, der sich nicht aus Beschwichtigung speist, sondern aus Vertrauen in die Tatkraft des Staates. Dass Länder mit beherzten Schutzmaßnahmen das Virus eindämmen können, zeigen die jüngst gemeldeten, spektakulären Erfolge Chinas und Südkoreas. In tausenden Biolaboren wird zudem weltweit fieberhaft an Impfstoffen und Arzneien geforscht. Gegen Entschlossenheit und Erfindergeist der Menschen wird Corona am Ende keine Chance haben.

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