Endlich Endspurt?

Merkel überrascht mit Corona-Prognose: Kanzlerin gibt Ausblick für kommende Monate - der hat es in sich

  • Fabian Müller
    vonFabian Müller
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Angela Merkel hat eine Prognose zum weiteren Verlauf der Coronavirus-Pandemie geäußert. Doch die Lage könne sich jeder Zeit ändern.

Berlin - Seit gut einem Jahr gibt es weltweit ein beherrschendes Thema: die Coronavirus-Pandemie*. In diesen nun gut zwölf Monaten brach hierzulande die Wirtschaft ein, Grundrechte wurden eingeschränkt, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, Schulen und Kitas mussten monatelang schließen, bevor sie nun seit geraumer Zeit und unter scharfen Auflagen wieder öffnen dürfen. Das Jahr 2020 und die ersten Monate von 2021 waren für viele belastend.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)* prognostizierte nun: „Das sind jetzt noch drei, vier schwere Monate: März, April, Mai, Juni.“ So lange habe die Coronavirus-Pandemie starke Auswirkungen auf unser Leben. Diese Einschätzung äußerte Merkel in einem öffentlichen Gespräch, das sie auf digitalem Wege mit Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen führte.

Danach würden die Effekte des Impfens deutlich werden, so Merkel*. „Dann wird es deutlich besser, aber im Augenblick fällt jeder Tag schwer. Das merkt man ja jedem an.“ Der Frühling mache manches leichter, lasse aber auch die Einschränkungen mehr spüren. Auch ein Mediziner prophezeite kürzlich ein baldiges Ende der Pandemie - zumindest unter bestimmten Bedingungen.

Merkel mit Corona-Prognose: Pandemieverlauf sei schwer einzuschätzen

Der politische Umgang mit der Corona-Krise* sei von Ungewissheit geprägt, sagte die Kanzlerin. „Wir versuchen jetzt, die Brücken zu bauen, aber wir wissen auch nicht, wohin wir die genau bauen. Also, das Ufer sehen wir ja auch nicht“, sagte sie. „Das ist ja überhaupt das ganz Schwierige an einer Pandemie, dass man das Ende nicht kennt.“ Bei der großen Finanz- und Bankenkrise vor einigen Jahren sei klar gewesen, dass man die Ursache habe beheben und die klammen Banken wieder mit Geld versorgen müsse. Im Vergleich dazu sei in der Pandemie vieles unklar, so Merkel. „Ich weiß es auch nicht, was dieses Virus noch anstellt“, und ob es etwa zu weiteren Mutationen komme.

In dem rund anderthalbstündigen Gespräch berichteten Mitarbeiter von Telefon-, Mail- und Chatseelsorgediensten Merkel von ihren Erfahrungen. Mehrere Teilnehmer berichteten etwa, dass in der Pandemie Hilfe aus dem Umfeld Ratsuchender zum Teil wegbreche und auch Hilfsangebote Dritter ausdünnten oder schwerer zu vermitteln seien. Mehrere Gesprächspartner Merkels sprachen auch von ihren Sorgen, dass nach der Krise im sozialen Bereich gekürzt werde.

Die Frage nach dem Zeitpunkt des Endes der Pandemie beschäftigt aber natürlich auch die Landespolitik - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat nun Hoffnung gemacht, wie echo24.de* berichtet. In dem Bundesland wird am Sonntag gewählt*. (dpa/fmü)*Merkur.de und echo24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Annegret Hilse/AFP

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