Olaf Scholz (SPD) und Angela Merkel (CDU) tragen Corona-Masken und diskutieren angeregt im Deutschen Bundestag miteinander.
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Die Impstoff-Knappheit sorgt für Verdruss: Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schlechtes Krisenmanagement vor.

Streit vor Impf-Gipfel

Impfstoff-Knappheit: Olaf Scholz attackiert Kabinettskollegen

Bund und Länder treffen sich am Montag zum Impf-Gipfel. Bereits im Vorfeld sorgt die Impfstoff-Knappheit für viel Streit. Denn die SPD schießt scharf gegen die Union.

Hamburg – Wenige Stunden vor Beginn des Impf-Gipfels von Bund und Ländern hat Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) die CDU für ihren Kurs in der Corona-Politik kritisiert. So bezeichnete der Bundesfinanzminister das ausgegebene Ziel, bis zum Sommer alle Bundesbürger zu impfen, als reichlich „ambitioniert“ und kaum erreichbar. Diese Zusage sei einzig und allein von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) ausgegeben worden, betonte Scholz im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. In der Union löste die Äußerung Irritationen aus.

Am heutigen Montagnachmittag kommt Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder zu einem Gipfel zusammen, um über die Probleme bei den schleppenden Corona-Impfungen* zu beraten. Zuletzt war der Unmut in den Bundesländern stark gewachsen, weil Probleme bei der Impfstoff-Beschaffung die angeschobenen Corona-Impfungen gebremst und zeitweise sogar gestoppt hatten. Allen voran Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zeigte sich zunehmend von der Bundesregierung genervt*. Dass Scholz die Kritik seines Parteifreundes jetzt aber aufgriff und teilte, sorgt in der Union zunehmend für Empörung über den Koalitionspartner, wie das Hamburger Nachrichtenportal 24hamburg.de berichtet. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digitial-Netzwerkes

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