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Corona-Krise: Bayern macht dicht - Schockierende Bilder haben Zweifler belehrt

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Von: Georg Anastasiadis

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Georg Anastasiadis, Chefredakteur des Münchner Merkur. © Marcus Schlaf

Nach langem Zögern greift die Politik mit aller Härte durch. Der tödliche Siegeszug des Coronavirus hat die schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen. Wir müssen uns auf einen langen und harten Kampf gefasst machen. Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

Deutschland und Bayern ziehen in die Schlacht gegen ein Virus: Grenzen dicht, das öffentliche Leben auf ein Minimum reduziert, alle Kliniken umfunktioniert zu Bollwerken gegen die tödliche Corona-Gefahr – unser Land befindet sich ab sofort im Katastrophenmodus.

Coronavirus: Schockierende Bilder sollten Zweifler belehrt haben

Viele klammerten sich bis zuletzt an den Glauben, dass das alles nur eine globale Hysterie ist. Die schockierenden Bilder aus norditalienischen Kliniken, wo Ärzte am Ende ihrer Kräfte entscheiden müssen, welche Patienten man zum Sterben sich selbst überlässt und wer das letzte rettende Beatmungsgerät erhält, sollten auch den letzten Zweifler eines Besseren belehrt haben. Es geht um das Leben zehntausender unserer Großmütter und Großväter, aber nicht nur um sie. Vor Corona kann sich keiner ganz sicher sein.

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Die Politiker haben – viel zu spät – den Ernst der Lage erkannt. Jetzt wird durchgegriffen. Doch für einen schnellen Sieg gegen das Coronavirus ist es längst zu spät. Ganz Europa ist jetzt Wuhan im Großen: ein überdimensionales Notstandsgebiet, in dem unsere Ärzte bald jeden Tag tausendfach den Kampf um Leben und Tod gegen das Coronavirus führen müssen – manchmal ohne funktionierende Schutzkleidung, weil an Nachschub nicht gedacht wurde. Sie sind unsere Helden, aber ebenso die Pflegerinnen und Pfleger, die sich bis zur völligen Erschöpfung und unter Inkaufnahme ihrer eigenen Erkrankung dem Virus entgegenstellen. Und auch die Kassiererin im Supermarkt, die sich weiterhin jeden Morgen an ihrem gefährlichen Arbeitsplatz einfindet, weil andernfalls die Lebensmittel-Versorgung zusammenbräche. Sie alle verdienen nicht nur unsere Anerkennung, sondern auch unsere Unterstützung. Am besten helfen wir, wenn wir uns selbst vor Ansteckung schützen – und den Anordnungen der Behörden Folge leisten. Vor uns liegt ein harter und langer Kampf.

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