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Darf ans Aschermittwoch-Rednerpult: Der bayerische CSU-Innenminister Joachim Herrmann. 

Dobrindt und Herrmann rücken ans Pult 

CSU-Aschermittwoch: Zwei Minister sollen Klartext reden

München - Nicht nur einen Moderator soll der politische Aschermittwoch bekommen: Auch mehr Redner dürfen bei der CSU-Veranstaltung 2017 ran. Unter anderem zwei Minister.

Früher war der Aschermittwoch der CSU eigentlich eine One-Man-Show: Die Reden der ehemaligen Parteivorsitzenden Franz Josef Strauß oder Edmund Stoiber sind legendär. Horst Seehofer, CSU-Chef seit 2008, verfolgt dagegen schon seit einigen Jahren den Kurs, dass es neben dem Parteivorsitzenden einen weiteren Hauptredner geben sollte - und engagierte Stoiber, oder auch mal Peter Gauweiler.

Herrmanns Thema: Innere Sicherheit

In diesem Jahr nun wird die Rednerliste noch einmal länger: Nicht nur der Generalsekretär und Vertreter der Niederbayern-CSU werden - wie immer - neben dem Parteivorsitzenden das Wort ergreifen.

Diesmal sind auch der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann als Redner vorgesehen: Herrmann zum Thema Innere Sicherheit, Dobrindt als Vertreter der CSU im Bund. „Wenn mein Beitrag gewünscht wird, wird er kommen“, sagt Dobrindt.

Söder darf nicht ans Rednerpult 

Finanzminister Markus Söder, der nicht auf der Rednerliste steht, bemüht sich um Gelassenheit. „Ich bin ein Urgewächs des Aschermittwoch“, sagt er, oft genug habe er die Veranstaltung als Generalsekretär organisiert. Die neuen Ideen - also mehr Redner - finde er aber „völlig okay“, sagt er. „Wird bestimmt toll.“

Vor wenigen Tagen hatte Seehofer verkündet, dass künftig ein Moderator durch das Programm führen wird. Wer diesen Job übernehmen wird, hat er noch nicht verraten. 

dpa/lby

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