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CSU-General Markus Blume will „lautstarken Minderheiten“ die kalte Schulter zeigen

Nach „#ausgehetzt“

CSU in der „Leberkäs-Etage“: Keine Rücksicht auf „lautstarke Minderheiten“?

Laut oder leise? Die CSU sucht ihren Kurs. Generalsekretär Blume will harte Kante zeigen - und Proteste gegen die Wortwahl der CSU „aushalten“. Seine Partei sieht er in der „Leberkäs-Etage“.

Bamberg - Die CSU ringt weiter um den richtigen Umgang mit Protesten gegen ihren Kurs. Zuletzt waren moderatere Töne zu vernehmen. Generalsekretär Markus Blume hat nun nach harten Attacken gegen die interne Opposition der „Union der Mitte“ aber auch noch einmal Demonstranten und anderen Kritikern die kalte Schulter gezeigt.

Dass Tausende gegen das Polizeiaufgabengesetz und zuletzt gegen die Asylpolitik und die Wortwahl insbesondere der CSU demonstrierten, muss die CSU aushalten, erklärte Blume in einem Gespräch mit dem Fränkischen Tag: „Die Stärke der CSU hat nie ausgemacht, dass wir mit dem Zeitgeist gegangen sind. Im Gegenteil: Wir haben es immer ausgehalten, wenn uns der Wind von veröffentlichter Meinung und lautstarken Minderheiten ins Gesicht bläst“, sagte er. „Wir halten das auch dieses Mal aus.“

Im Bezug auf die umstrittene Wortwahl wie den Begriff „Asyltourismus“ sagte Blume: „Eine Volkspartei muss die Sprache der Bevölkerung sprechen. Kompliziert denken, einfach reden - diesen Grundsatz halte ich nach wie vor für richtig.“ Gleichwohl wolle die Partei künftig noch stärker auf ihre Sprache achten. Die CSU war wegen ihrer Wortwahl im Asylstreit heftig in der Kritik - Höhepunkt war eine Demonstration mit mehreren zehntausend Teilnehmern in München.

„Waren und sind die Partei der Leberkäs-Etage“

Blume zeichnet dennoch ein Bild der CSU als volksnaher Partei. „Wir waren und sind die Partei der Leberkäs-Etage, wo alle auf Augenhöhe zusammenkommen und sich ernst nehmen“, sagte er dem Fränkischen Tag. Das zeige sich etwa bei der bürgerlichen Handschrift im Koalitionsvertrag auf Bundesebene unter anderem mit der Einführung des Baukindergelds. 

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„Und in Bayern legen wir immer noch etwas drauf“, sagte Blume mit Blick etwa auf die Eigenheimzulage, Familien- und Pflegegeld sowie Investitionen in die Digitalisierung. „Es gibt nichts Wichtigeres, als dass es den ganz normalen Menschen gut geht - das ist die einfachste Bestimmung der CSU-Politik.“ Nach jüngsten Umfragen muss die CSU bei der Landtagswahl am 14. Oktober um die alleinige Mehrheit bangen.

Der CSU-Generalsekretär räumte aber auch ein: „Es war noch nie so schwer wie heute, Volkspartei zu sein. Wir müssen anerkennen, dass die Gesellschaft individualisierter und fragmentierter ist als früher.“ Auch das Zusammengehörigkeitsgefühl im Land werde „auf die Probe gestellt durch einen ungeheuren Zuzug nach Bayern“.

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dpa/fn

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