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Horst Seehofer bei der CSU-Vorstandssitzung.

CSU-Chef macht weiter

Seehofer: Bleibe der gleiche leidenschaftliche Berufspolitiker

München - Eigentlich sollte 2018 Schluss sein für Horst Seehofer. Doch der CSU-Chef macht weiter. Das sind seine Gründe und das sagt er selbst dazu.

Trotz seines erst nachträglich einkassierten Karriereendes sieht sich CSU-Chef Horst Seehofer für die Zukunft genauso motiviert wie in den vergangenen neun Jahren. Er sei seit 37 Jahren Berufspolitiker, „da ist man dann schon mit Leidenschaft unterwegs, die hat mich keinen Tag losgelassen“, sagte Seehofer am Montag nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Zudem sei er körperlich fit und könne die beiden „sehr anspruchsvollen Ämter“ so erfüllen, wie die Bevölkerung es erwarte. Das angekündigte Karriereende 2013 sei ein großer Fehler gewesen, den er nie wieder machen werde.

Zuvor hatte der Parteivorstand einstimmig für die Pläne Seehofers gestimmt, sich sowohl als Parteichef als auch als Ministerpräsident für eine weitere Amtszeit bewerben zu wollen. In Bayern wird 2018 ein neuer Landtag gewählt, die Neuwahl des Parteivorsitzes ist für November terminiert. Drei Dinge seien maßgeblich für seine Entscheidung gewesen, sagte Seehofer: „dass man solche Ämter will, dass man sie ausüben kann und dass man auch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit den Erfolg bei einer Wahl gewährleisten kann“.

Zudem kürte die CSU-Spitze Joachim Herrmann zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl. „Ich bin überzeugt, da brennt es, da ist Herzblut dabei“, sagte Seehofer über seinen „loyalen“ Innenminister, der „wie kein Zweiter“ für Glaubwürdigkeit und innere Sicherheit stehe. Fast vier Stunden hatte das Parteigremium hinter verschlossenen Türen über die personelle Situation beraten.

Die CSU hätte den 60-Jährigen bei einem Wahlerfolg der Union im Herbst gerne als neuen Bundesinnenminister. Auf Platz zwei der CSU-Liste folgt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Offiziell wird die Landesliste erst Anfang Mai beschlossen.

Seit seiner Ankündigung, 2018 die politische Karriere zu beenden, habe sich sowohl die weltpolitische als auch die parteipolitische Landschaft geändert. „Das hat so 2013 niemand vorausgesehen“, sagte Seehofer. Es gebe viele zusätzliche Herausforderungen - als Beispiele nannte er die internationale Kriminalität, den Kampf gegen den Terrorismus und die Steuerung der Zuwanderung.

Einen News-Ticker inklusive Live-Stream von der Pressekonferenz von CSU-Chef Horst Seehofer finden Sie bei Merkur.de.

dpa

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