+
Horst Seehofer und Edmund Stoiber, hier bei der CSU-Vorstandssitzung.

Kabarettist Django Asül

CSU-Fraktion lässt sich zum 70. Geburtstag durch den Kakao ziehen

München - Die CSU-Landtagsfraktion hat sich zu ihrem siebzigjährigen Bestehen nach allen Regeln der Kunst verspotten lassen.

Kabarettist Django Asül ließ bei dem Festakt im Landtag in München am Montagabend eine lange Reihe von CSU-Pannen der vergangenen zehn Jahre Revue passieren - angefangen vom Sturz Edmund Stoibers bis zum aktuellen Machtkampf zwischen Parteichef Horst Seehofer und Finanzminister Markus Söder. „Wie können wir uns strategisch dumm verhalten, ohne uns taktisch klug anzustellen?“, fasste der niederbayerische Festredner zusammen - am Beispiel der Debatte um das Rauchverbot in Bayerns Wirtshäusern im Jahr 2008. „Die CSU musste sich ihre Probleme immer schon selber schaffen.“

Seehofer scherzte nach der mit großem Applaus beklatschten Spottrede: „Nie war der Gang zum Rednerpodium so schwer wie heute.“ Die CSU-Landtagsfraktion war im Sommer 1946 gegründet worden, zur 70-Jahr-Feier im überfüllten Senatssaal Bayerns kamen sämtliche noch lebende ehemalige Fraktionschefs, ebenso wie die 2007 und 2008 von den Parteifreunden zum Rückzug gezwungenen ehemaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und Günter Beckstein.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Terroranschlag in Barcelona: Angeblich drei deutsche Todesopfer
Der mutmaßliche Haupttäter von Barcelona ist laut einem spanischen Medienbericht tot. Der 17-jährige Moussa Oukabi soll der Fahrer des Lieferwagens sein, der in eine …
Terroranschlag in Barcelona: Angeblich drei deutsche Todesopfer
Terror in Barcelona: Was wir am Samstag sicher wissen - und was nicht
Der Terroranschlag von Barcelona stellt sich wohl als Werk einer organisierten Gruppe heraus. Die Ermittler ordneten der mutmaßlichen Terrorzelle drei Vorfälle zu.
Terror in Barcelona: Was wir am Samstag sicher wissen - und was nicht
Nach Präsidentenwahl in Kenia: Opposition legt Einspruch ein
Kenias Opposition will das Wahlergebnis von vor rund einer Woche nicht anerkennen. Die Computer seien manipuliert worden, lautet einer der Vorwürfe. 
Nach Präsidentenwahl in Kenia: Opposition legt Einspruch ein
Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen
Nach dem Terroranschlag von Barcelona marschierten Mitglieder der Identitären Bewegung in der Stadt auf. Passanten stellten sich den Rechten entgegen.
Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen

Kommentare