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CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer.

Steigende Asylbewerberzahlen

CSU-Fraktionschef fordert: Flüchtlinge zurück nach Afrika

München - Angesichts der steigenden Asylbewerberzahlen lehnt CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer die weitere Aufnahme von Bootsflüchtlingen in Europa ab.

„Wir finden, dass die Flüchtlinge aus den Booten zwar gerettet, aber zurück nach Afrika gebracht werden sollten“, sagte Kreuzer am Mittwoch nach der CSU-Fraktionssitzung in München. „Die Zahlen steigen immer weiter, das ist auf Dauer nicht zu bewältigen.“

Für zwei Drittel der Asylbewerber komme keinerlei Bleiberecht infrage, sagte Kreuzer. Mittelfristig müssten die Zugangsvoraussetzungen in Einrichtungen auf dem afrikanischen Kontinent geprüft werden. Die EU müsse auf jeden Fall die geplante Quotenregelung für die Verteilung der Asylbewerber auf die EU-Mitgliedstaaten umsetzen.

Die stetig steigenden Asylbewerberzahlen lösen in der CSU-Fraktion die Befürchtung aus, dass die Stimmung in der Bevölkerung kippen könnte, wie mehrere Abgeordnete nach der Sitzung berichteten. Einen formalen Beschluss fasste die Fraktion nach der Aussprache nicht.

Sozialministerin Emilia Müller sagte nach Teilnehmerangaben, dass immer mehr unbegleitete Kinder und Jugendliche in Bayern einträfen. Demnach sind inzwischen sogar zehnjährige Kinder unter den Flüchtlingen, die ihre Eltern für hohe Summen von Schleppern aus den Kriegsgebieten ins sichere Europa bringen lassen.

dpa

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