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Anti-Baby-Pillen liegen auf dem Tisch in einer Apotheke.

Antrag auf Parteitag

CSU-Frauen: Gratis-Verhütung für Geringverdiener

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München – CSU-Politiker unternehmen einen neuen Anlauf, Geringverdienern Verhütungsmittel zu bezahlen.

„Uns treibt um, dass Schwangerschaftsabbrüche bezahlt werden, aber nicht die Verhütung“, sagte die Chefin der Frauen-Union, Angelika Niebler, unserer Zeitung. „Das geht an der Lebensrealität vorbei“ und helfe dem Schutz des ungeborenen Lebens nicht.

Angelika Niebler,Europaabgeordnete, führtseit 2009 die Frauen-Union.

Niebler, einige Kollegen sowie die von Kerstin Schreyer-Stäblein geführte Familienkommission verlangen per Parteitagsantrag von der CSU, für die Kostenübernahme der verschreibungspflichtigen Verhütung zu kämpfen. Bedürftige Frauen, die Transferleistungen vom Staat bekommen, Schülerinnen und Studentinnen sollen die Erstattung auch über das 20. Lebensjahr hinaus erhalten. Auf dem Parteitag am Wochenende in Nürnberg steht darüber eine kontroverse Diskussion ins Haus. Die CSU-Führung nämlich lehnt das Ansinnen bisher klar ab. Die Antragskommission argumentiert in ihrer negativen Stellungnahme, bei Transferleistungen „kann nur ein niedriges Leistungsniveau eingehalten werden“. Nun müssen die Delegierten entscheiden. „Wir werden uns dafür ins Zeug legen“, kündigt Niebler an.

cd

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