"Da gibt es nichts zu beschönigen"

CSU-Kandidat war in rechtsextremer Gruppe

Kronach - Der oberfränkische CSU-Landtagskandidat Jürgen Baumgärtner hat eine rechtsradikale Vergangenheit zugegeben. "Da gibt es nichts zu beschönigen", sagt er.

Als Jugendlicher habe er der verbotenen rechtsextremen „Hilfsorganisation Nationaler Gefangener“ (HNG) angehört, sagte der 40-Jährige. Wenige Jahre später sei er wieder ausgetreten. Er gehe schon seit Jahren offen mit dieser Vergangenheit um, sagte er der Nachrichtenagentur dpa: „Da gibt es nichts zu beschönigen.“ Längst aber distanziere er sich klar und deutlich von rechtsextremem Gedankengut.

Als 15-Jähriger habe er die Schule gewechselt und auf der Realschule neue Freunde kennengelernt, die in der Szene aktiv gewesen seien. Irgendwann habe es geheißen, wer dabei bleiben wolle, müsse sich organisieren. Also habe er unterschrieben. Genauso wie es Wege in die Szene gebe, gebe es auch wieder Wege hinaus, betonte Baumgärtner. „Ich habe dann eine Lehre gemacht, neue Leute kennengelernt und mich persönlich weiterentwickelt.“ Er könne an seinem Tun als Jugendlicher nichts ändern, „ich kann nur immer wieder sagen, dass es mir leid tut“, sagte er. „Ich habe in den vergangenen zwölf Monaten durchgehend dazu Stellung genommen.“ Baumgärtner bewirbt sich für den Stimmkreis Kronach-Lichtenfels um das Direktmandat.

dpa

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