+
Gerda Hasselfeldt spricht sich für eine "christlich-liberale Koalition" aus.

CSU: "Keine echte Alternative" zur FDP

Berlin - Die FDP hat sich bei den Umfragewerten wieder gefangen. Die Berliner CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt bekräftigt weiterhin eine Zusammenarbeit mit den Liberalen.

Die Berliner CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt will trotz des Umfragetiefs der FDP auf die Suche nach einem anderen Koalitionspartner verzichten. Hasselfeldt sagte in einem Interview, diese Frage stelle sich nicht. Sie sehe „keine echte Alternative zur christlich-liberalen Koalition“.

Hasselfeldt fügte hinzu: „Schwarz-Grün steht absolut nicht zur Debatte.“ Den Grünen werde der Versuch nicht gelingen, „ihr linkes Gewand vor dem Wähler unter einem bürgerlichen Deckmäntelchen zu verstecken“.

Hasselfeldt versicherte im Vorfeld der Klausur der Landesgruppe im oberbayerischen Wildbad Kreuth im Januar ferner, die Zusammenarbeit mit CSU-Chef Horst Seehofer funktioniere „sehr gut“. Sie betonte zugleich: „Die CSU-Landesgruppe ist unbestritten eine eigenständige Truppe.“

Zu der Ankündigung Seehofers, die CSU werde in den nächsten Monaten ein schnurrendes Kätzchen und kein brüllender Löwe sein, sagte Hasselfeldt: „Der bayerische Löwe brüllt dann, wenn es notwendig und zielführend ist. Derzeit ist es in Berlin nicht notwendig.“ Jedoch werde die CSU-Landesgruppe „immer bayerische Interessen vertreten - in Berlin genauso wie in Brüssel“.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Söder verschickt 300.000 Reklamebriefe - Opposition wittert unzulässige PR-Kampagne
Kurz vor der Wahl lässt Ministerpräsident Markus Söder über eine Staatsbehörde hunderttausende Reklamebriefe verschicken. Die Opposition kritisiert, es sei eine …
Söder verschickt 300.000 Reklamebriefe - Opposition wittert unzulässige PR-Kampagne
Anwalt: Fall Sami A. durfte "nicht durchgezogen" werden
Die Aufregung um Sami A. versteht nicht jeder Bürger. Für den deutschen Anwaltsverein ist die Sache aber klar: Auch bei einem Gefährder dürfe ein Rechtsstaat eine …
Anwalt: Fall Sami A. durfte "nicht durchgezogen" werden
Trump will Putin im Herbst nach Washington einladen
Die Kritik an US-Präsident wegen seines Gipfels mit Kremlchef Putin hält an. Trump reagiert darauf auf seine Art: Er will einen zweiten Gipfel mit Putin - diesmal in …
Trump will Putin im Herbst nach Washington einladen
Evangelische Kirche kritisiert CSU für „einseitige Flüchtlingspolitik“ 
Innenminister Horst Seehofer sieht sich als Opfer einer Kampagne und keinerlei Schuld bei der Bundespolitik für das CSU-Umfragetief. Tritt er im Falle eines Debakels bei …
Evangelische Kirche kritisiert CSU für „einseitige Flüchtlingspolitik“ 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.