+
Als Innennminister soll Hans-Peter Friedrich (CSU, re.) Informationen zu dem Kinderpornographie-Verdacht gegen Sebastian Edathy (SPD, li.) weitergegeben haben.

Fall Edathy

CSU tagt: Drohen Friedrich jetzt Konsequenzen?

Berlin - Wie kritisch ist die Lage mittlerweile für CSU-Minister Hans-Peter Friedrich? Die Weitergabe von Informationen im Fall Edathy ist angeblich am Freitag Thema bei einem CSU-Krisengespräch in Berlin.

CSU-Chef Horst Seehofer  ist am Freitagmorgen in Berlin zu Beratungen mit CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt zusammengekommen. Nach dpa-Informationen könnte auch Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich (CSU) dazu geladen werden. Dem Vernehmen nach geht es um die umstrittene Weitergabe von Informationen in Friedrichs damaliger Funktion als Bundesinnenminister im Fall Sebastian Edathy (SPD). Die Situation wurde als sehr kritisch eingestuft - auch personelle Konsequenzen noch am Freitag wurden nicht ausgeschlossen.

Rücktritt Friedrichs wird gefordert

Nach FDP und Linken fordern auch die Grünen den Rücktritt Friedrichs. Er habe offensichtlich Geheimnisse ausgeplaudert, sagte Grünen- FraktionsgeschäftsführerinBritta Haßelmann  der Deutschen Presse- Agentur. „Das ist ein schwerwiegender Vorgang, der mit dem Amt eines Bundesministers nicht vereinbar ist.“ Geprüft werden müsse, auf welche Rechtsgrundlage sich Friedrich stützte.

Die Staatsanwaltschaften in Berlin und Hannover haben noch nicht entschieden, ob sie gegen Friedrich wegen Geheimnisverrats ermitteln wollen. Das teilten die Behörden am Freitag der Nachrichtenagentur dpa mit. Friedrich hatte als Bundesinnenminister im Oktober 2013 SPD-Chef Sigmar Gabriel darüber informiert, dass der Name Edathys bei internationalen Ermittlungen aufgetaucht sei.

dpa/js

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schulz: Stärkere europäische Kooperation ist Antwort auf Trump
Für ein starkes Europa und gegen die Aufrüstungslogik von Trump - SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz schlägt nach dem G7-Gipfel in die selbe Kerbe wie Kanzlerin Angela …
Schulz: Stärkere europäische Kooperation ist Antwort auf Trump
Steinbrück stänkert gegen Schulz-Wahlkampf
SPD-Kanzlerkandidat Schulz hält seinen Fokus auf Gerechtigkeit für richtig und wichtig. Störfeuer kommt nun ausgerechnet vom 2013 krachend gescheiterten …
Steinbrück stänkert gegen Schulz-Wahlkampf
20-Jähriger stirbt bei Protesten in Venezuela
Seit mehreren Wochen befindet sich Venezuela wegen Protesten gegen die Regierung im Ausnahmezustand. Wöchentlich steigt die Zahl der Toten - nun musste ist ein weiterer …
20-Jähriger stirbt bei Protesten in Venezuela
Macron: Fester Händedruck mit Trump sollte Zeichen setzen
War das lange und kräftige Händeschütteln zwischen Emmanuel Macron und US-Präsident Donald Trump ein Machtspiel unter Politikern? Frankreichs neuer Präsident nahm nun …
Macron: Fester Händedruck mit Trump sollte Zeichen setzen

Kommentare