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Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU).

Kabinetts-Klausur in Tegernsee

CSU-Kritik an Merkel-Auftritt: "Wir schaffen das" ist zu wenig

Gmund - Das Motto der Kanzlerin sei in diesen Zeiten nicht das richtige, moniert der bayerische Finanzminister Markus Söder -und erwähnt einen "historischen Fehler".

Aus der CSU-Spitze kommt deutliche Kritik am Sommer-Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Mich persönlich hat das gestern nicht überzeugt“, sagte Bayerns Finanzminister Markus Söder am Freitag auf einer Klausur des bayerischen Kabinetts am Tegernsee. „Ich persönlich hätte mir mehr erwartet.“ Er glaube im Übrigen, dass sich diese Meinung „ziemlich“ mit der von CSU-Chef und Ministerpräsident Horst Seehofer decke.

Söder kritisierte insbesondere, dass die Kanzlerin ihren berühmt gewordenen Satz „Wir schaffen das“ am Donnerstag bekräftigt habe. Das sei in diesen Zeiten jetzt nicht das richtige Motto. „Der Satz wird nicht richtiger dadurch, dass man ihn wiederholt“, sagte Söder. Besser wäre es gewesen, „klar und glaubwürdig für die Leute“ die Botschaft auszusenden: „Wir helfen, wir sichern, wir haben verstanden.“ Nötig sei wirksames und entschlossenes Handeln. „„Wir schaffen das“ ist mir einfach zu wenig“, sagte der CSU-Politiker.

„Es ist und bleibt ein historischer Fehler, die Grenzen unbegrenzt und unkontrolliert zu öffnen. Langsam wird das allen bewusst“, sagte Söder und fügte hinzu: „Wir haben Recht behalten - leider. Wir hätten uns manches sparen können, hätte man eher auf uns gehört.“

dpa

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