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Der CSU-Parteivorsitzende Horst Seehofer verlässt während des CSU-Parteitags die Bühne. Auf dem Bildschirm ist der applaudierende bayerische Finanzminister Markus Söder zu sehen.

Vize Weber warnt

CSU machte vor zehn Jahren fatalen Fehler - und dieser könnte sich jetzt wiederholen

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Der Machtkampf in der CSU sollte ruhen, solange Seehofer über Jamaika sondiert - doch seine Rivalen geben keine Ruhe. CSU-Vize Weber warnt davor, einen Fehler zu begehen, der schon mal passierte.

Im aktuellen Spiegel bezieht der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber klar Position - und warnt seine eigenen Parteikollegen: Der interne Machtkampf um die Nachfolge von Horst Seehofer, der seit der Schlappe bei der Bundestagswahlstark in der Kritik steht, dürfe nicht übertrieben werden und in einer verletzenden Schlammschlacht enden. Damit schade die Partei sich letztlich selbst.

Entmachtung Stoibers endete schmerzhaft

Weber erinnert an die Entmachtung des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber im Jahr 2007. Es war ein schmutziger Kampf, Stoiber rang wochenlang um seine Ämter, wurde am Ende aber regelrecht gestürzt. In der Folge übernahmen Günther Beckstein und Erwin Huber die CSU als Doppelspitze. Doch der Schuss ging nach hinten los: Bei den Landtagswahlen 2008 stürzte die CSU um 17 Prozentpunkte ab und verlor die absolute Mehrheit in Bayern. Auch derzeit befindet sich die CSU in Umfragen auf dem absteigenden Ast. 

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber.

"Das Wahlergebnis von 2008 war für die CSU die bittere Lehre, dass vor allem der innerparteiliche Umgang mit Edmund Stoiber viele bürgerliche Wähler enttäuscht hat", mahnt CSU-Vize Weber nun im Spiegel. "Das darf uns nicht mehr passieren." Politiker müssten Vorbilder sein - auch im menschlichen Umgang miteinander. "Gerade als bürgerliche Partei“, so Weber, „dafür haben die Menschen ein feines Gespür. Es braucht jetzt Mannschaftsgeist."

Söder kann sich selbst nicht zähmen

In seinem Machtstreben nicht zurückhalten konnte sich in den vergangenen Wochen der potenzielle Seehofer-Nachfolger Markus Söder: Er scheint insgeheim nur darauf zu warten, dass Seehofer endlich seinen Posten räumt. Das Ganze gipfelte in seinem Auftritt auf der Delegiertenversammlung der Jungen Union, als „MP Söder“-Plakate emporgehalten wurden und spontan Seehofers Abgang gefordert wurde, wie der Münchner Merkur berichtet.

Auch Ilse Aigner, Vorsitzende des CSU-Bezirksverbands Oberbayern, hat die internen Machtkämpfe in der CSU kritisiert. „Das Bild, das wir abliefern, ist katastrophal“, sagte sie unter anderem. 

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