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Merkel und zu Guttenberg 2010 im Bundestag.

Schwierige Regierungsbildung

Guttenberg blickt kritisch nach Deutschland - und erinnert Merkel an ihren Auftrag

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Karl-Theodor zu Guttenberg sieht von außen zu, wie die großen Parteien Deutschlands versuchen, eine neue Koalition zu bilden. Der einstige Hoffnungsträger der Union bewertet das kritisch und spricht über Kanzlerin Merkel.

Berlin/München - Er war die Hoffnung der CSU, viele hatten ihn als kommenden Bundeskanzler der Union auf dem Zettel. Anfang 2011 stolperte er jedoch über eine Plagiats-Affäre und legte seine politischen Ämter nieder.

Nun blickt der Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg von den USA auf das politische Geschehen in Deutschland, spricht von „vier Monaten Koalitionsgewurschtel“ und schätzt eine mögliche, neuerliche GroKo nicht sonderlich positiv ein: „Das ist eine Fortsetzung einer Koalition mit Protagonisten, die man im Wesentlichen kennt und deswegen sollten die Hoffnungen hier auch nicht in den Himmel schießen“, sagte der CSU-Politiker dem Sender N24. „Deutschland hätte generell ein Neustart gut getan - egal, in welcher Konstellation“, so zu Guttenberg weiter.

„Merkels Auftrag sind vier Jahre, nicht zwei!“

In Richtung Angela Merkel sagt er: Sie sei nicht unbedingt geschwächt, müsse aber in möglichen Koalitionsgesprächen für die Unionspositionen kämpfen. 

„Die Kraft der Bundeskanzlerin wird sich daran bemessen, wie sie aus den Koalitionsgesprächen herauskommen wird und wie sie sich letztlich darin zu positionieren weiß, mit ihrer Partei und den Unionsparteien“, sagt zu Guttenberg und wird deutlich: „Ihr Auftrag sind vier Jahre und nicht zwei Jahre, wie manche schon murmeln. Sie hat viel Erfahrung, ich traue ihr schon zu, dass sie das auch entsprechend stark wird führen können.“

„GroKo stabiler, als Jamaika“

Immerhin eines kann zu Guttenberg einer neuen GroKo abgewinnen: Die Verlässlichkeit. Eine GroKo sei wohl stabiler als das Jamaika-Bündnis, schätzt der 46-Jährige.

Allerdings hängen weitere Verhandlungen der Parteien erst einmal vom Entscheid des SPD-Parteitags am kommenden Sonntag ab.

Im Übrigen: Obwohl zu Guttenberg vor den Bundestagswahlen zuletzt für die CSU im Wahlkampf auftrat, sieht er seinen Platz nach wie vor in den USA.

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