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Flug voller CSU-Politiker: Ex-Siemens-Chef nach München-Reise fassungslos - „Geld besser ausgeben“

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Von: Patrick Mayer

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Auf dem Weg nach München: Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser ärgert sich bei Twitter über ein Flugzeug voller CSU-Politiker und über einen FDP-Mann. Dieser kontert direkt auf Social Media.

München/Berlin - Die Airline ist nicht bekannt. Die Flugnummer auch nicht. Und auch nicht, ob beschriebene CSU-Politiker gerade auf dem Heimweg von der Klausur der CDU-Schwester aus Berlin nach Bayern waren. Aber: Joe Kaeser, seines Zeichens Ex-Chef des Weltkonzerns Siemens, wurde in einem Flieger aus der Hauptstadt nach München offenbar fassungslos. Zumindest machte der ehemalige Vorstandschef des Konzerns (2013 bis 2021) seinem Unmut bei Twitter Luft.

Flug von Berlin nach München: Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser motzt gegen CSU-Politiker

Und zwar offenbar noch im Flugzeug in die bayerische Landeshauptstadt. „Sitze gerade im Flieger nach München inmitten vom Abgeordneten, die sich hörbar über das Wochenende freuen…und nebenbei Internas über den Gang hinweg austauschen“, schrieb Kaeser in seinem Tweet.

Dieser ging an diesem Donnerstagabend (3. Februar) umgehend bei Social Media viral: „Einige mit CSU-Bändchen. Einer von der FDP, der früher flache Kolumnen in Boulevard-Magazinen geschrieben hat.“ Harsche Worte vom einstigen Manager aus der Freien Wirtschaft und Trägers des Bayerischen Verdienstordens.

Flug nach München: Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser teilt gegen CSU-Politiker und FDP-Mann aus

Damit nicht genug. Offenbar mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie meinte Kaeser, dass seine Steuergelder wohl woanders besser investiert seien als in eben jenem Flieger voller mutmaßlicher CSU-Politiker - plus FDP-Mann. „Rechne gerade so ungefähr aus, wie viele davon ich mit meiner Einkommensteuer finanziere… Weiß nicht, ob dieses Geld nicht besser ausgegeben werden könnte“, schrieb der 64-jährige Niederbayer in einem zweiten Posting - und nannte als Beispiele: „Für höhere Bezüge von Pflegekräften, Polizist*innen…und viele Menschen, die täglich WIRKLICH für die Bürger da sind.“

Eine Reaktion folgte prompt, und zwar offenbar ebenfalls aus dem Flugzeug mit Ziel München. Der Bundestagsabgeordnete für den Wahlbezirk München-Süd, Thomas Sattelberger, fühlte sich wohl als eben jener FDP-Mann angesprochen. „Was flacher war, Ihre Verbeugung vor Trump und Putin oder meine Essays im ManagerMagazin, mögen andere beurteilen“, schrieb der 72-Jährige in einem Kommentar.

Flug von Berlin nach München: Twitter-Ärger zwischen Ex-Siemens-Chef und FDP-Politiker

Sattelberger wurde in seiner Reaktion deutlich, meinte: „Aber ich verbitte mir die ehrenrührige Behauptung, ich hätte Internas ausgetauscht. Das mögen die CSU‘ler gemacht haben, ich saß schweigend auf meinem Sitz.“ Ein anderer User riet indes, doch einfach auf den ICE und die Schiene umzusteigen, wie es seiner Kenntnis nach andere Bundestagsabgeordnete täten. Besagte Züge kämen, meinte der Twitter-Nutzer weiter, seinen Informationen zufolge sogar von Siemens. Dicke Luft hoch oben in der Luft. Bleibt zu hoffen, dass der kleine Zwist nach der Landung im Erdinger Moos sprichwörtlich verflogen ist. (pm)

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