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Hans Michelbach.

CSU-Politiker: Keine Hilfe mehr für Griechenland

Berlin - Die Zweifel am Sparwille Griechenlands wachsen: Jetzt fordert der Vorsitzende der CSU-Mittelstandsvereinigung, Hans Michelbach, alle Hilfszahlungen an Griechenland vorläufig auszusetzen.

„Es gibt keinen ernsthaften Versuch, die beträchtlichen Steuerrückstände einzutreiben. Die staatlichen Verwaltungen sind weiter ein Desaster“, sagte Michelbach am Montag in Richtung Athen. Er habe Zweifel an der Bereitschaft Griechenlands, den Sparkurs fortzusetzen.

Das Land tue insgesamt zu wenig zur Überwindung der Krise. Kritische Anmerkungen von außen führten zu einer „paschahaften Aufwallung nationalen Beleidigtseins“, sagte Michelbach. Der CSU-Politiker wies auch Überlegungen von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz zurück, der Griechenland mehr Zeit bei der Konsolidierung der Staatsfinanzen einräumen will. „Griechenland muss seine Bemühungen deutlich verstärken, nicht verringern.“ Laut Michelbach ist Griechenlands Verbleib in der Eurozone und in der EU gefährdet.

dapd

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