+
Ein Syrischer Flüchtling im Flüchtlingslager in Idomeni an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien. 

Asylkrise

CSU-Politiker Weber: Flüchtlinge mit Transall nach Europa bringen

Berlin - Europa müsse in der Flüchtlingskrise liefern, fordert Manfred Weber - und die Mittelmeerländer entlasten. Deshalb macht er einen ungewöhnlichen Vorschlag.   

Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, hat Europa aufgefordert, in der Flüchtlingskrise zu liefern. „Erstens müssen wir endlich den Beschluss umsetzen, die Mittelmeerländer zu entlasten und 160 000 Flüchtlinge fair auf alle Mitgliedstaaten zu verteilen“, sagte der CSU-Vize den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Zweitens brauchen wir eine Vereinbarung für die Flüchtlinge aus Aleppo, die an der türkisch-syrischen Grenze stranden“, sagte Weber. „Wir müssen einen Teil der Aleppo-Flüchtlinge etwa mit Transall-Maschinen von der türkisch-syrischen Grenze direkt nach Europa fliegen und dort verteilen.“

Weber warnte vor einem Scheitern des EU-Sondergipfels zur Bewältigung der Flüchtlingskrise an diesem Montag in Brüssel. „Es geht jetzt um die Selbstbehauptung des europäischen Kontinents“, sagte er. Konkret forderte Weber, den Schutz der europäischen Außengrenzen „mit aller Härte“ durchzusetzen. An Orten wie der griechischen Insel Lesbos müssten „abgeschlossene Transitzonen“ eingerichtet werden, in denen die Flüchtlinge gründlich überprüft werden sollten. Von diesen Transitzonen aus müssten die Flüchtlinge in Europa verteilt oder in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden. „Wir müssen deutlich machen, dass wir uns nicht überrennen lassen“, sagte Weber.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Pressefreiheit auf dem Rückzug: Bedrängte Wächter
Nicht nur in autoritären Staaten wie Nordkorea ist die Pressefreiheit in höchster Bedrängnis, auch im Westen zeichnet sich ein Umschwung an. Ein Kommentar von Georg …
Pressefreiheit auf dem Rückzug: Bedrängte Wächter
Barley: Merkel hat "gar nichts" für Frauen gemacht
Berlin - Die SPD hat die Frauenpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf kritisiert. Generalsekretärin Katarina Barley wurde deutlich. 
Barley: Merkel hat "gar nichts" für Frauen gemacht
Frauengipfel: Forderungskatalog an Merkel
Der Auftritt von Ivanka Trump in Berlin war auch am zweiten Tag des Frauengipfels das beherrschende Thema. Dabei war sie da schon nicht mehr dabei. "Liebenswürdig" sei …
Frauengipfel: Forderungskatalog an Merkel
Freital-Prozess: Mutmaßlicher Rädelsführer legt Geständnis ab
Dresden - Im Terrorprozess einer der mutmaßlichen Rädelsführer der rechtsextremen „Gruppe Freital“ sein Schweigen und gesteht seine Beteiligung an fünf Anschlägen. 
Freital-Prozess: Mutmaßlicher Rädelsführer legt Geständnis ab

Kommentare