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Schwule Ampelmännchen haben viele Menschen in Großstädten begeistert.

Plattform für Schwule und Lesben 

CSU soll homosexuelles Netzwerk bekommen

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München - Die CSU wird ein Stück bunter: Am Rande des Parteitags am Wochenende wollen sich erstmals Schwule und Lesben in der Partei organisieren und sich eine Plattform verschaffen.

Homosexuelle organisieren sich am Rande des Parteitags: „Es ist wichtig, dass wir auch in Bayern stärker zusammenhalten“, heißt es in der internen Einladung, die unserer Zeitung vorliegt. „Wir wollen Präsenz und Sichtbarkeit“, sagt der Münchner Patrick Slapal, der das Treffen organisiert.

Der Umgang mit Homosexuellen in der CSU ist vielschichtig. Einerseits haben längst bekennende Schwule hohe Ämter, etwa der Münchner Bundestagsabgeordnete Bernd Fabritius, ohne dass viel Aufhebens darum gemacht würde. Andererseits bleiben Sätze wie der des Ex-CSU-Generalsekretärs Alexander Dobrindt haften, der Schwule eine „schrille Minderheit“ nannte. Parteilinie ist, Ehe und Familie besonders zu schützen und zu fördern, die Leistung füreinander in homosexuellen Partnerschaften aber anzuerkennen.

Den Aktiven, die sich am Samstag in einem Münchner Szenelokal treffen, geht das nicht weit genug. „Die Gleichstellung der Homosexuellen ist Teil der deutschen Leitkultur, der deutschen Werte“, sagt Slapal provokativ. Auf das neue CSU-Grundsatzprogramm, das derzeit der Abgeordnete Markus Blume erarbeitet, will die Gruppe Einfluss nehmen. In der CDU gibt es bereits die Untergruppe der Lesben und Schwulen (LSU). Ihr Bundesvorsitzender Alexander Vogt unterstützt die Bewegung in der CSU. Die Parteispitze um Horst Seehofer ist noch nicht eingebunden.

cd

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