CSU-Satzung wird geändert

Seehofer will Vize Nummer fünf

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München – Die CSU bekommt einen fünften Stellvertreter. Parteichef Horst Seehofer will dafür die Satzung ändern lassen.

Das kündigte er am Montag in einer internen Vorstandssitzung an, berichten mehrere Teilnehmer. Fünfter Vize soll der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl (51) werden. Die Änderung soll auf dem Parteitag am 20./21. November in München vollzogen werden.

Bisher kam die CSU mit vier Vizes aus, deren praktische Bedeutung in der Tagespolitik ohnehin überschaubar ist. Die Begrenzung auf vier hatte immer wieder zu Rivalitäten und Kampfkandidaturen geführt – unter anderem zu einem auf dem Parteitag ausgetragenen Duell zwischen Peter Ramsauer und Peter Gauweiler. Auch fühlen sich stets mehrere Bezirke und verschiedene politische Ebenen unterrepräsentiert.

Gribls Nominierung als Parteivize dürfte die Schwaben befriedigen, sorgt aber auch dafür, dass die Kommunen erstmals seit Jahren wieder in der Vize-Riege vertreten sind. Gribls Aufstieg zum Parteivize hat dabei durchaus eine kuriose Komponente: Seinen größten politischen Erfolg erzielte er 2008 als parteiloser Quereinsteiger, als er der SPD das Augsburger Rathaus abluchste. Den Chef einer größeren Stadt als Augsburg zum Vize zu machen, ist Seehofer wiederum nicht möglich: Nürnberg und München sind weiterhin SPD-regiert.

Seehofers Personal-Tableau für die Neuwahlen im November ist damit einigermaßen komplett. Er kandidiert wieder, dürfte angesichts seiner in der CSU populären Position in der Flüchtlingskrise auch ein gutes Ergebnis bekommen. Als Vizes bleiben Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Bundesminister Christian Schmidt, neu hinzu kommen Frauen-Unions-Chefin Angelika Niebler, der Europapolitiker Manfred Weber nun eben Gribl an Bord.

Rubriklistenbild: © dpa

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