CSU verlässt Franz-Josef-Strauß-Haus

München - Die CSU wird ihr in die Jahre gekommenes Münchner Hauptquartier verlassen und in eine neue moderne Parteizentrale umziehen.

Das Präsidium votierte am Montag einstimmig für den Umzug in ein repräsentatives Bürogebäude im neuen Stadtteil Parkstadt Schwabing. Im alten Franz-Josef-Strauß-Haus seien viele politische Erfolge organisiert worden, sagte Parteichef Horst Seehofer vor Beginn der Sitzung. Das Gebäude sei aber keine Bleibe für die Zukunft mehr.

Die CSU wird nun ihr bisheriges Domizil verkaufen, um das neue zu erwerben. Den Kaufpreis nannte Seehofer nicht. „Es ist eine gute Investition für eine Volkspartei, wenn wir so etwas wie ein Vereinsheim haben.“ Ein finanzielles Risiko sei für die Partei damit nicht verbunden. Seehofer und Generalsekretär Andreas Scheuer planen den Umzug binnen Jahresfrist.

Die CSU-Landesleitung residiert seit vier Jahrzehnten in einem Hinterhof in einem Betonbau aus den 1970er Jahren, im Vorderhaus sind der Bayernkurier und das Wirtshaus „franz josef“ untergebracht. Ursprünglich namenlos, wurde das Gebäude 1989 zu Ehren des im Jahr zuvor gestorbenen früheren Parteichefs „Franz-Josef-Strauß-Haus“ benannt.

Doch beliebt bei Mitarbeitern und CSU-Spitzenpolitikern war die Parteizentrale noch nie. Das Haus ist eng und die Bausubstanz nicht mehr in bestem Zustand, wie viele CSU-ler schon seit Jahren klagen. Unter anderem gibt es keinen Raum, der sich für Veranstaltungen oder auch nur kleine Empfänge eignet. Auch die Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber und Theo Waigel, die einst selbst lange Jahre in dem Gebäude ihre Büros hatten, stimmten für den Umzug.

dpa

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