+
CSU-Generalsekretär Scheuer: "Uns geht es darum, dass neben der Muttersprache auch deutsch gesprochen wird." Foto: Oliver Berg/Archiv

CSU-Vorstand berät über umstrittene Sprachvorgaben

München (dpa) - Der CSU-Vorstand berät heute in München über die umstrittene Forderung, Zuwanderer sollten daheim in der Familie deutsch sprechen. Der Vorstoß hatte am Wochenende für harsche Kritik aus der Opposition, aber auch aus Unionsreihen und für Spott im Netz gesorgt hatte.

Die Sprachvorgabe ist Teil eines Leitantrags-Entwurfs für den CSU-Parteitag in Nürnberg Ende der Woche. "Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen", heißt es. Generalsekretär Andreas Scheuer verteidigte den Vorstoß und wies die Kritik daran entschieden zurück. "Uns geht es darum, dass neben der Muttersprache auch deutsch gesprochen wird." Es gehe um Motivation und nicht um Gängelung.

Angesichts der hohen Flüchtlingszahlen verlangt die CSU in einem weiteren Leitantrag zudem ein Milliarden-Hilfsprogramm der Europäischen Union und erwägt eine Pflicht für alle Mitgliedsstaaten, Flüchtlinge aufzunehmen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Doppeltes Spiel: Schulz-Angriff auf Merkel
Martin Schulz hat Kanzlerin Angela Merkel im Bundestagswahlkampf doppeltes Spiel vorgeworfen. Sie stehe am Ende für eine „sehr konservative Politik“. 
Doppeltes Spiel: Schulz-Angriff auf Merkel
Wegen Pilgerfahrt: Saudi-Arabien öffnet Grenze für Bürger aus Katar
König Salman von Saudi-Arabien hat die Grenze für Bürger aus Katar geöffnet. Dadurch solle die Pilgerfahrt nach Mekka ermöglicht werden.
Wegen Pilgerfahrt: Saudi-Arabien öffnet Grenze für Bürger aus Katar
Nach deutscher Kritik: So reagiert Venezuela 
Nach der Kritik des deutschen Regierungssprechers Steffen Seibert hat Venezuela reagiert. Kein anderes Land habe das Recht sich in die Angelegenheiten Venezuelas …
Nach deutscher Kritik: So reagiert Venezuela 
Jetzt attackiert Minister Gabriel US-Präsident Donald Trump
In der Debatte um rechtsextremistische Gewalt hat sich nun auch Außenminister Gabriel geäußert und US-Präsident Donald Trump nach dessen Äußerungen einen „Riesenfehler“ …
Jetzt attackiert Minister Gabriel US-Präsident Donald Trump

Kommentare