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Für die CSU und Parteichef Horst Seehofer war der Wahlabend eine herbe Niederlage.

CSU-Wahlschlappe: Zurück zu konservativen Werten

München - Die CSU zieht Konsequenzen aus den schweren Verlusten bei der Bundestagswahl: In einem Strategiepapier wird bereits über eine Rückbesinnung der Partei auf alte konservative Werte geschrieben.

Die CSU müsse wieder traditioneller werden, erklärte der niederbayerische CSU-Chef und Europaabgeordnete Manfred Weber, der dazu laut “Süddeutscher Zeitung“ ein internes Strategiepapier ausgearbeitet hat. Darin sei von einer “Neudefinition einer christlich-konservativ-liberalen Politik“ die Rede.

Die Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der CSU sei in den vergangenen Jahren erodiert, kritisiert Weber - von der Einführung des achtjährigen Gymnasiums über das Durcheinander bei der Pendlerpauschale bis zu den aktuellen Steuerplänen, die der CSU nicht abgenommen würden. Die CSU brauche eine Debatte über inhaltliche Grundlinien.

Weber schlägt dafür ein ganzes Bündel an politischen Maßnahmen vor: die Verlängerung und Aufstockung des Elterngeldes, ein Familienwahlrecht, die Verkürzung der Ausbildungszeiten und die stärkere Anrechnung von Erziehungszeiten in den Sozialsystemen. Die CSU müsse einen starken Staat und eine starke Polizei gegen die FDP durchsetzen und dürfe auch nicht den Grünen hinterherlaufen.

AP

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