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Landtagspräsidentin Barbara Stamm verlangt von der CSU-Spitze, sich stärker für mehr Frauen in den Parlamenten einzusetzen.

CSU wählt Abgeordnete

Zu wenig Chancen für Frauen: Stamm fordert Seehofers Eingreifen

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München – Landtagspräsidentin Barbara Stamm verlangt von der CSU-Spitze, sich stärker für mehr Frauen in den Parlamenten einzusetzen.

Die Partei „hätte Frauen, aber sie haben nicht die Chancen und die Möglichkeiten“, klagte Stamm im BR. Als Beispiel nannte sie München, wo bisher nur Männer Direktmandate innehaben. „Ich weiß nicht, ob es für die CSU sehr positiv ist“, sagte Stamm. Sie verlangte eine persönliche Intervention von Horst Seehofer. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Parteivorsitzender da einfach so zuschauen kann.“

Derzeit werden in allen Parteien die Kandidaten für den Bundestag aufgestellt. Stamms Vorstoß zielt wohl auch auf die Reihung der Liste für Bewerber ohne Direktmandat. Hier steht der CSU 2017 ein kräftiges Tauziehen bevor, da die Zahl der aussichtsreichen Plätze gering ist und einigen Abgeordneten der Mandatsverlust droht. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer konterte, die Frauenförderung sei in der CSU durch die Quote für Vorstandsämter „stark vorangebracht“ worden. Über Direktkandidaten entschieden aber die Delegierten vor Ort eigenständig. 

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