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Markus Söders CSU bekommt im Netz einigen Gegenwind.

Nicht der erste Social-Media-Fauxpas

Eigentor im Netz: Warum der CSU ihre Kampagne nun um die Ohren fliegt

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Die CSU ist darauf bedacht, auch für junge Wähler attraktiv zu bleiben. Eine Kampagne der Partei im Netz ist nun nach hinten losgegangen.

München - Am 14. Oktober 2018 schreiten Bayerns Wähler zu den Urnen. Von der absoluten Mehrheit bei der Landtagswahl scheint die CSU derzeit meilenweit entfernt, wie aktuelle Umfragen belegen. Im Netz wirbt die Partei nun vermehrt um die Gunst junger Stimmberechtigter, scheint mit der jüngsten Kampagne jedoch ein Eigentor erzielt zu haben.

Unter dem Hashtag #CSUliefert werden die Errungenschaften der Söder-Regierung offensiv beworben. Eigens angefertigte Bildtafeln sollen auf Erfolge aufmerksam machen. So wurde etwa das kürzlich beschlossene Rückführungsabkommen mit Spanien in einem eigenen Tweet gefeiert.

Auch der CSU-Bundestagsvorsitzende Alexander Dobrindt meldet sich auf seiner Facebook-Seite fleißig zu Wort, wenn die CSU wieder einmal „geliefert“ hat.

User spotten über #CSUliefert

Im Netz wird dem Social-Media-Vorstoß mit einiger Häme begegnet. User führen die Intention der Kampagne ad absurdum, stellen in ihren Posts anstatt der Errungenschaften die Versäumnisse der CSU in den Vordergrund - oftmals in zugespitzter Form. 

Mancher User verzichtet ganz auf jegliche politische Konnotation und schüttet seinen Spott hemmungslos über der Söder-Partei aus.

Erst vor wenigen Wochen hatte die CSU mit einer Kampagne im Netz für Furore gesorgt. Als im Rahmen der #ausgehetzt-Demonstrationen in Bayern heftige Kritik an der Staatsregierung aufgekommen war, ging die Söder-Partei auf ihren sozialen Kanälen in die Offensive. Unter dem Hashtag #ichbinCSU sollte das Image der Christsozialen aufpoliert werden. Der Vorstoß zog jedoch auch seinerzeit einige satirische Repliken nach sich.

lks

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