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Der dänische Politiker Joachim B. Olsen betreibt Wahlwerbung auch auf einer Schmuddel-Webseite. (Symbolbild)

Neue Wege gehen?

Politiker macht Wahlwerbung auf Schmuddel-Webseite - mit kuriosem Slogan

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Der dänische Politiker Joachim B. Olsen hat einen besonderen Weg der Wahlwerbung für die anstehende Parlamentswahl gefunden: Er wirbt auf Schmuddel-Seiten im Netz.

Kopenhagen - Neue Wege zu gehen nehmen sich viele Politiker vor und sprechen nur allzu gerne davon. Der dänische Politiker Joachim B. Olsen hat nun aber wirklich einen besonderen Weg gefunden, um auf sich aufmerksam zu machen: Der ehemalige Kugelstoßer und Olympia-Teilnehmer wirbt auf auf der Schmuddel-Webseite „Pornhub“ um Wählerstimmen für die anstehende Parlamentswahl in Dänemark am 5. Juni.

Auf der Seite mit Erwachsenen-Filmen prangt in Dänemark seit einiger Zeit das Gesicht von Joachim B. Olsen, der sich auch mit seinem Spitznamen „Jokke“ volksnah gibt, im feinen Anzug mit Krawatte. Dazu der im Dänischen reimende Werbeslogan: „Wenn du fertig bist mit spielen, stimm für Jokke“. Darunter noch das Logo von Olsens Partei, der „Liberal Alliance“.

Olsen steht zu Werbung auf Schmuddelseite: „Ja, das bin ich“

Und bei der etwas kuriosen Werbung handelt es sich nicht etwa um einen Logarithmus-Fehler, der die Werbung fälschlicherweise auf der Porno-Seite ausspielt. Nein, der 41-jährige Politiker hat diesen Werbe-Kanal bewusst gewählt. 

Auf Facebook bestätigt er: „Ja, das bin ich, der da auf Pornhub ist. Und nein da stecken keine großen Gedanken dahinter. Ich hoffe aber, dass es für einen Lacher sorgt.“ Mit einem kleinen Augenzwinkern beendet er sein Statement mit den Worten: „Es muss auch Platz für die ernsthaften politischen Nachrichten geben.“

Anderer dänischer Politiker warb einst nackt auf Plakaten

Olsen war bis 2009 als Kugelstoßer aktiv und konnte bei seinen drei Olympiateilnahmen sogar eine Silbermedaille gewinnen. Nach der Sport-Karriere zog es ihn in die Politik und er schloss sich der 2007 gegründeten dänischen Partei „Liberal Alliance“ an. Diese sieht sich selbst als liberale Partei der bürgerlichen Mitte.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass ein dänischer Politiker mit etwas kurioser Wahlwerbung auffällt. Der parteilose Kandidat Erik Wagner nahm sein Wahlversprechen der Transparenz 2015 so ernst, dass er sich nackt auf Wahlplakaten abbilden ließ. Nicht in die Tat umgesetzt hatte dagegen Bundeskanzlerin Angela Merkel einen ebenfalls sehr kuriosen Vorschlag für ihre Wahlwerbung. 

rjs

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