Menschen fliehen Richtung Israel

Heftige Luftangriffe im Süden Syriens - mehrere Kliniken außer Betrieb

Nach heftigen Luftangriffen auf Rebellengebiete im Süden Syriens sind Aktivisten zufolge mehrere Feldkrankenhäuser außer Betrieb.

Damaskus - Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete am Mittwoch, drei weitere Klinken könnten infolge von Bombardierungen östlich der Stadt Daraa nicht mehr weiterarbeiten. Mittlerweile seien in der Region fünf Krankenhäuser außer Betrieb. Auch Aktivisten und Oppositionsmedien berichteten davon.

Die Region an der Grenze zu Jordanien erlebt seit rund einer Woche Angriffe von Regierungstruppen. Am Montag begann die Armee nach Angaben syrischer Staatsmedien eine Offensive, um die Verbindung zwischen der teilweise von Rebellen kontrollieren Stadt Daraa und dem Nachbarland Jordanien zu kappen.

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Rund 50.000 Zivilisten auf der Flucht

Aktivisten berichteten von heftigen Luftangriffen in der Nacht auf Mittwoch. An der Bombardierung seien auch russische Jets beteiligt, meldeten die Menschenrechtsbeobachter. Russland ist im syrischen Bürgerkrieg ein wichtiger Verbündeter der Regierung. Moskau, die USA und Jordanien hatten sich vor rund einem Jahr auf eine sogenannte Deeskalationszone für Daraa geeinigt.

Nach UN-Angaben sind in der Region rund 50.000 Zivilisten auf der Flucht. Wie Aktivisten berichteten, flohen viele Menschen in Richtung der israelischen Grenze. Die Flüchtlinge wüssten, dass die Jets Gebiete in der Nähe der von Israel besetzten Golanhöhe nicht bombardieren würden, erklärte ein Aktivist aus Daraa. Jordanien hat die Grenze geschlossen und will keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen.

Rubriklistenbild: © AFP / AHMAD AL-MSALAM

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