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Dugina-Anschlag: Russischer Geheimdienst meldet zweiten Verdächtigen – „Mitglied einer Sabotage-Gruppe“

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Von: Andreas Schmid

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Daria Dugina ist tot.
Daria Dugina ist tot. Der russische Geheimdienst will nun zwei Tatverdächtige ausgemacht haben. © IMAGO/SNA/Nexta (Montage)

Der russische Geheimdienst will einen zweiten Verdächtigen im Dugina-Mord ausgemacht haben. Die Putin-Propagandistin war durch eine Autombombe getötet worden.

Moskau - Der Tod von Darja Dugina bleibt ein Politikum. Die kremlnahe Kriegsbefürworterin war am 20. August durch eine Autobombe getötet worden. Russland machte unmittelbar die Ukraine für den „Auftragsmord“ verantwortlich, Kiew dementierte. Rasch präsentierten die russischen Ermittler eine Verdächtige – nun nannte der nationale Geheimdienst FSB eine weitere Person, die ebenfalls in die Tat verstrickt sein soll.

Dugina-Mord: Russen-Geheimdienst nennt weiteren Komplizen

Nach eigenen Angaben identifizierten russische Ermittler einen weiteren mutmaßlichen Beteiligten. „FSB identifiziert ukrainischen Bombenbauer, der am Mordkomplott an Dugina beteiligt war“, titelte die russische Nachrichtenagentur Tass am 29. August. Es handele es sich um einen 1978 geborenen Ukrainer, der am 30. Juli über Estland eingereist sei, teilte der Inlandsgeheimdienst FSB laut Agentur mit. Konkrete Beweise lieferte der FSB nicht, die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Der Mann soll bei der Vorbereitung der Tat geholfen und Russland wieder verlassen haben, vermutlich über Estland. Er sei „Mitglied einer ukrainischen Sabotage- und Terrorgruppe“. Russland vermutet hinter dieser Gruppe den ukrainischen Geheimdienst, der dies weiterhin bestreitet.

Dugina-Mord: Tatverdächtige soll über Estland aus Russland geflohen sein

Bereits kurz nach dem Tod Duginas, der Tochter des Rechtsnationalisten Alexander Dugin, präsentierte der FSB eine mutmaßliche Täterin. Eine Ukrainerin, die über das EU-Land Estland aus Russland geflohen sei. Sie ist laut russischen Angaben zur Fahndung ausgeschrieben und soll Dugina am Abend ihres Todestags beobachtet haben. Das hätte eine Auswertung von Überwachungsbildern ergeben.

Der Mann soll seiner mutmaßlichen Komplizin bei der Vorbereitung der Tat geholfen und etwa gefälschte Kennzeichen besorgt haben. „Darüber hinaus baute er mit ihr in einer gemieteten Garage im Südwesten Moskaus einen improvisierten Sprengsatz zusammen“, heißt es bei Tass.

Trotz der neuen russischen Anschuldigungen scheinen die Details zum Anschlag weiterhin nicht vollends greifbar. Die US-Regierung hat eigenen Angaben zufolge keine genauen Informationen über die Hintergründe. „Wir wissen nicht wirklich, wer dahinter steckt und was das Motiv gewesen sein könnte“, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, dem Nachrichtensender CNN. Es gibt Spekulationen, wonach der Anschlag ihrem Vater gegolten haben könnte. Der Kreml versicherte, dass es „keine Gnade“ für die „Mörder und Drahtzieher“ geben werde. (as)

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