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Üble Anschuldigung: Park soll an einem Plan mitgearbeitet haben, der vorsah, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Ung zu ermorden.

Berechtigte Höchststrafe für Südkoreas Ex-Präsidentin?

Darum droht Nordkorea Park nun mit der Todesstrafe

Der totalitäre Staat droht seiner Ex-Präsidentin Park Geun Hye mit der Höchststrafe, weil sie einen mehr als dubiosen Plan ausgetüftelt haben soll. 

Pjöngjang - Nordkorea hat der ehemaligen südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye mit der Todesstrafe gedroht. Park habe einen Plan der südkoreanischen Geheimdienste forciert, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu ermorden, hieß es am Mittwoch in einer Erklärung des Ministeriums für Staatssicherheit und der Staatsanwaltschaft in Pjöngjang, die von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlicht wurde. "Wir erklären im Inland und im Ausland, dass wir die Todesstrafe gegen die Verräterin Park Geun Hye verhängen werden", hieß es weiter. Nordkorea drohte außerdem, dass dem früheren Direktor des südkoreanischen Geheimdienstes NIS, Lee Byung Ho, das gleiche Schicksal drohe. 

Park stehe ein „elender Tod“ bevor

Sie "werden niemals dagegen vorgehen können, obwohl ihnen von jetzt an ein elender Tod zu jeder Zeit, an jedem Ort und und auf jede erdenkliche Weise bevorsteht", drohten die Behörden in Pjöngjang. Sie forderten Seoul auf, die beiden nach Nordkorea auszuliefern. Das einflussreiche Ministerium für Staatssicherheit hatte im Mai erklärt, einen Plan der Geheimdienste der USA und Südkoreas für die Ermordung Kims mit biochemischen Waffen vereitelt zu haben. 

Die jüngsten Drohungen aus Pjöngjang erfolgen vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen Nordkorea und den USA wegen des umstrittenen nordkoreanischen Raketen- und Atomprogramms. Überdies wird am Donnerstag der neue südkoreanische Staatschef Moon Jae In zu einem Besuch in Washington erwartet.

AFP

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