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Beate Zschäpe steht als Mittäterin vor Gericht.

"Unglaubliche Herausforderung"

Dauert NSU-Prozess noch ein Jahr?

München - Am 6. Mai 2013 begann der NSU-Prozess rund um Mittäterin Beate Zschäpe. Doch ein Ende ist wohl noch nicht so bald in Sicht - der Prozess könnte noch ein Jahr lang dauern.

Der NSU-Prozess wird sich nach Einschätzung des Münchner Oberlandesgerichtspräsidenten Karl Huber bis ins nächste Jahr hineinziehen. „Ich schätze mal, dass wir ungefähr auf der Hälfte sind“, sagte Huber am Freitag kurz vor dem Jahrestag des Prozessbeginns am 6. Mai. Termine seien schon bis Ende 2014 festgelegt.

Der Prozess stelle das Gericht weiter vor „unglaubliche Herausforderungen“, da er extrem viel Kapazitäten binde. Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts unter Vorsitz von Manfred Götzl hat allein schon fünf Richter. Dazu gibt es drei Ergänzungsrichter - falls ein Richter während des Prozesses ausfällt.

Gerichtssprecherin Andrea Titz sagte, bisher seien gut 270 Zeugen vernommen worden, darunter auch solche, die ursprünglich gar nicht benannt waren. Die Bundesanwaltschaft hatte für den Prozess anfangs gut 600 Zeugen benannt.

Der NSU-Prozess: Zentrale Fragen rund um das Verfahren

Der NSU-Prozess: Zentrale Fragen rund um das Verfahren

In dem Verfahren ist Beate Zschäpe als Mittäterin an den Morden und Anschlägen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ angeklagt; sie ist die einzige Überlebende des Trios. Mehr als 13 Jahre lang lebte sie mit ihren beiden mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt mitten in Deutschland unter falschen Identitäten.

dpa

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