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Volksnah oder spießig? David Cameron aß einen Hot Dog mit Messer und Gabel.

Bei Wahlkampfauftritt

David Cameron blamiert sich beim Hot-Dog-Essen

London - Ein Versuch des britischen Premierministers David Cameron, vier Wochen vor der Parlamentswahl eine gewisse Volksnähe zu demonstrieren, ist gründlich schiefgegangen.

Der 48-Jährige muss sich jede Menge Spott gefallen lassen, seit er am Montag bei einem Wahlkampftermin im Süden Englands dabei fotografiert wurde, wie er einen Hot Dog mit Messer und Gabel verspeist. "Was für eine Person isst einen Hot Dog mit Messer und Gabel?", fragte sich nicht nur David Jack von der renommierten konservativen Zeitung "The Times".

Camerons Tories kämpfen seit langem gegen das Bild ihres Vorsitzenden als abgehobenen Snob - auch weil die oppositionelle Labour-Partei den regierenden Konservativen vorwirft, Politik nur für Reiche und Mächtige zu machen. Der Premier selbst betonte, er habe nicht vor, seinen Upper-Class-Akzent abzulegen oder sich für seine privilegierte Herkunft zu entschuldigen. Cameron hat wie viele Mitglieder der britischen Führungsschicht das vornehme Internat Eton besucht.

Doch auch Camerons Herausforderer bei der Wahl am 7. Mai, Labour-Chef Ed Miliband, hat mit Essens-Bildern zu kämpfen. Er wurde unlängst bei dem unvorteilhaften Versuch abgelichtet, ein Schinken-Sandwich zu essen. Dies kam wiederum der Labour-Partei ungelegen, die gegen Milibands Image als ungeschickt ankämpft. Vier Wochen vor der Parlamentswahl liefern sich Tories und Labour in Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

AFP

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