Coronavirus in Deutschland: RKI bestätigt 128 Tote in 24 Stunden - jüngstes Opfer war 28 Jahre alt

Coronavirus in Deutschland: RKI bestätigt 128 Tote in 24 Stunden - jüngstes Opfer war 28 Jahre alt
+
Daumen nach oben: Trump gibt sich bei seiner Ankunft in Davos gewohnt selbstsicher.

Eröffnungsrede mit Spannung erwartet

Trump in Davos: Das hat der US-Präsident beim Weltwirtschaftsforum vor

Donald Trump darf beim Weltwirtschaftsforum in Davos die Eröffnungsrede hatlen. Was er sich von der Konferenz erhofft, hat er bereits vorab auf Twitter mitgeteilt.

  • Donald Trump nimmt dieses Jahr, anders als 2019, am Weltwirtschaftsforum in Davos teil.
  • Die Klimadebatte scheint den US-Präsidenten weniger zu interessieren.
  • Stattdessen betont er auf Twitter, es gehe vor allem um die Wirtschaft.

Davos - Mit einer Rede von US-Präsident Donald Trump beginnt am Dienstag um 11.30 Uhr offiziell die 50. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. Im Mittelpunkt des viertägigen Treffens in den Schweizer Alpen stehen der Kampf gegen den Klimawandel sowie geopolitische Krisen etwa im Nahen Osten und in Libyen. Trump steht wegen des Amtsenthebungsverfahrens, das in Washington gegen ihn läuft, innenpolitisch unter großem Druck. Doch anstatt sich im Weißen Haus zu verstecken, sucht er knapp zehn Monate vor der US-Präsidentenwahl wohl lieber das globale Rampenlicht.

Trump in Davos: Beim Weltwirtschaftsforum trifft er einige Staatschefs

Trump* wird in Davos unter anderem Iraks Staatschef Barham Salih sowie den Präsidenten der kurdischen Autonomiegebiete, Nechirvan Barsani, treffen. Das Verhältnis des Iraks mit den USA war im Januar ins Wanken geraten, nachdem US-Kräfte bei einem Luftangriff in Bagdad Irans Top-General Ghassem Soleimani getötet hatten. Das irakische Parlament forderte die Regierung daraufhin auf, die derzeit rund 5000 dort stationierten US-Soldaten des Landes zu verweisen. Trump dürfte in seinen Gesprächen darauf setzen, die Wogen wieder zu glätten und die Iraker auf den gemeinsamen Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einzuschwören.

Zudem will sich Trump hinter verschlossenen Türen auch mit Pakistans Regierungschef Imran Khan und dann EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen treffen. Dabei dürfte es wohl auch um den Handelskonflikt zwischen der Europäischen Union und den USA gehen - hier droht Trump mit Strafzöllen auf Autoimporte aus der EU.

Darüber hinaus sucht Trump in Davos auch den Austausch mit den Chefs großer Unternehmen. „Ich werde die wichtigsten Unternehmensführer der Welt treffen“, hatte Trump angekündigt. Er will Davos auch dafür nutzen, um für Investitionen in den USA zu werben, um die „boomende“ Wirtschaft noch weiter anzukurbeln. „Wir wollen, dass diese Unternehmensführer alle in die Vereinigten Staaten kommen“, so Trump. Kurz vor seiner Abreise twitterte er, er werde weitere Hunderte Milliarden Dollar zurück in die USA bringen. „Wir sind jetzt bei WEITEM die NUMMER EINS im Universum.“

Trump in Davos: Bei seiner Eröffnungsrede wird er die USA in gutes Licht rücken wollen

Erwartet wird, dass Trump sich in seiner Eröffnungsrede wie üblich unter Verweis auf Börsenrekorde und die niedrige Arbeitslosenquote in den USA als meisterhafter Lenker des Wirtschaftsgeschehens darstellt. Als wahrscheinlich gilt zudem, dass er auf die jüngsten Erfolge in den von ihm angezettelten Handelskonflikten verweisen wird, denn vergangene Woche besiegelte er ein erstes Teilabkommen mit China. Das von Trump ursprünglich angestrebte umfassende Handelsabkommen mit Peking steht aber weiter in den Sternen.

Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan forderte die Konzernchefs in Davos auf, in Klimafragen nicht vor Trump einzuknicken. Sie hoffe, dass die Manager „dieses Mal ein wenig tiefer in ihre Seele gucken und überlegen, was sie dort sagen“, sagte Morgan der Deutschen Presse-Agentur. „Die Konzernchefinnen und -chefs dort haben die Verantwortung, Klartext mit ihm zu reden.“ Sie müssten in eine aktive Rolle schlüpfen, „damit Menschen wie Trump verstehen, dass sie isoliert sind“. Schon im Vorfeld war klar, dass der Klimawandel das Sorgenkind des Weltwirtschaftsforums ist*. 

Trump in Davos: Greta Thunberg könnte ihm die Schau stehlen

Ausgerechnet die von ihm verlachte Greta Thunberg* könnte Trump in Davos die Schau stehlen. Nachdem sie zur „Person des Jahres“ gekürt worden war, bezeichnete er das auf Twitter als „lächerlich“. Trump nannte den Klimawandel früher einen „Scherz“; davon ist er mittlerweile abgerückt, aber er bezweifelt immer noch, dass die Klimaveränderungen menschengemacht sind. Zu einem Treffen mit Thunberg wird es mit ziemlicher Sicherheit in Davos nicht kommen. Dennoch gilt die 17-Jährige als eine der Tonangeberinnen in Davos*. Auch Angela Merkel wird Trump nicht begegnen: Wenn er am Mittwoch abreist, ist die Bundeskanzlerin noch nicht da.

Ebenfalls am Dienstag spricht der chinesische Vizeministerpräsident Han Zheng (14.15 Uhr). Bereits am Morgen (8.30 Uhr) will sich Thunberg in einer Diskussionsrunde zum Klimawandel äußern. Später nimmt die 17-jährige Schwedin an einer weiteren Debatte teil.

Insgesamt diskutieren 3000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bis zum Freitag bei dem von Klaus Schwab einberufenen Weltwirtschaftsforum* in Davos über Lösungen für internationale Probleme. Die Tagung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Stakeholder für eine solidarische und nachhaltige Welt“. Aus Deutschland werden außer Merkel, die an diesem Donnerstag in Davos eine Rede hält, mehrere Minister und Konzernchefs erwartet. Eine Übersicht über die Teilnehmer des Treffens finden Sie bei Merkur.de*.

dpa

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redkationsnetzwerkes. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona-Krise in den USA: Nach Riesen-Hilfspaket - Trump besteht auf skurrilem Detail bei der Auszahlung
Der amerikanische Präsident traf nun mit Wladimir Putin eine Vereinbarung. Zudem besteht Trump auf ein Detail bei der Ausstellung der Hilfsschecks.
Corona-Krise in den USA: Nach Riesen-Hilfspaket - Trump besteht auf skurrilem Detail bei der Auszahlung
Verheerende Buschbrand-Saison im Südosten Australiens vorbei
Tausende Haüser branten bis auf die Grundmauern nieder und Dutzende Menschen sind gestorben. Die schweren Buschbrände in Australien sind nun vorbei, aber die Bilanz …
Verheerende Buschbrand-Saison im Südosten Australiens vorbei
Coronavirus: Ist Greta infiziert? Klimaaktivistin berichtet von Symptomen - Appell an die Gesellschaft
Coronavirus bei Greta Thunberg? Ihr Instagram-Post lässt aufhorchen - die Klimaaktivistin berichtet von Krankheitssymptomen.
Coronavirus: Ist Greta infiziert? Klimaaktivistin berichtet von Symptomen - Appell an die Gesellschaft
Corona-Shutdown in Deutschland bald zu Ende? Merkel lässt große Bitte aus Quarantäne ausrichten
Shutdown: Wann ist mit einem Ende der Corona-Beschränkungen in Deutschland zu rechnen? Die Diskussionen spalten die Politiker.
Corona-Shutdown in Deutschland bald zu Ende? Merkel lässt große Bitte aus Quarantäne ausrichten

Kommentare