WEF-Gründer Klaus Schwab bei einer Pressekonferenz vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
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WEF-Gründer Klaus Schwab bei einer Pressekonferenz vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Weltwirtschaftsforum

Davos: Greta Thunberg und Donald Trump kommen - das ist der Gastgeber des Elite-Treffens

  • vonHannes Koch
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Das Weltwirtschaftsforum in Davos findet heuer bereits zum 50. Mal statt - und die Teilnehmerliste ist hochkarätig. Ins Leben gerufen hat die internationale Konferenz der Ökonom Klaus Schwab.

  • Das Weltwirtschaftsforum in Davos erregt derzeit wieder weltweite Aufmerksamkeit.
  • Ins Leben gerufen hat die Veranstaltung der deutsche Ökonom Klaus Schwab
  • Besucher sind dieses Jahr unter anderem Donald Trump, Greta Thunberg und Angela Merkel.

Davos – Vielleicht ist er der erfolgreichste Eventmanager der Welt. Als promovierter Ökonom gründete der 81-jährige Klaus Schwab 1971 einen kleinen Kongress für Unternehmer in der Schweiz. Mittlerweile ist daraus das Weltwirtschaftsforum von Davos entstanden, das ab heute zum insgesamt 50. Mal tagt.

„Ich sehe mich fast als Künstler“, sagte der gebürtige Ravensburger einmal über sich selbst. Tatsächlich ist es ihm gelungen, eine Art Gipfeltreffen der globalen Wirtschafts- und Politikelite zu kreieren und Jahrzehnte am Leben zu erhalten. Dieses Jahr sollen neben US-Präsident Donald Trump wieder dutzende Regierungs- und Staatschefs teilnehmen, unter ihnen Kanzlerin Angela Merkel. Auch wichtige gesellschaftliche Gruppen sind vertreten – „Fridays for Future“ etwa durch die Klimaaktivistin Greta Thunberg

Generell soll der Fokus bei der internationalen Konferenz im Vergleich zu den Vorjahren viel mehr auf dem Klimawandel liegen*. US-Präsident Donald Trump, der die Eröffnungsrede hält, legt seinen Fokus aber mehr auf wirtschaftliche Inhalte*. Er wolle Deals mit Wirtschaftsbossen aus anderen Ländern abschließen, gab der US-Präsident vorab bekannt. 

Davos Weltwirtschaftsforum: Greta Thunberg und Donald Trump kommen - Der Gastgeber des Elite-Treffens

Trotz vieler hochrangiger Besucherinnen und Besucher* hat Schwab seinem WEF die spezielle Atmosphäre einer gewissen Ungezwungenheit bewahrt. Viele Konzernvorstände erscheinen ohne Sakko und Krawatte, stattdessen in Rollkragenpullover und dicken Schuhen. In dieser Atmosphäre dürften sich auch die jungen Klimaaktivisten um Greta Thunberg* wohlfühlen.

In den Sälen und Gängen des Kongresszentrums von Davos dürfen und müssen Leute wie Software-Milliardär Bill Gates oder Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg damit rechnen, von irgendwem angesprochen zu werden. Zum guten Ton des WEFs gehört es dann, wenigstens kurz zu reden – und nicht hochnäsig weiterzuspazieren.

So hält das auch Klaus Schwab. Freundlich und zugewandt, hat er Interesse an anderen Menschen und Ideen, nimmt sich Zeit, hört zu, diskutiert. Es kommt vor, dass er sich in der Kantine seiner Firmenzentrale bei Genf selbst die Koch-Jacke anzieht und die weiße Mütze aufsetzt, um seinen Beschäftigten das Mittagsessen auszugeben. Andererseits ist er Chef eines Unternehmens mit 320 Millionen Euro Jahresumsatz und rund 800 Angestellten, der gewohnt ist, dass passiert, was er sagt. 

Davos Weltwirtschaftsforum: Klaus Schwab will die Zügel wohl noch nicht aus der Hand geben

Und bisher deute trotz seines fortgeschrittenen Alters nichts darauf hin, dass der Gründer die Zukunft des WEF aus der Hand geben wolle, sagen Mitarbeiter. Schwab will sich freilich nicht mit einer Rolle als Eventmanager begnügen. Ihm steht der Sinn danach, Einfluss auszuüben. Eine seiner Lieblingsideen: Unternehmen sollten einem größeren Sinn gehorchen, als nur den notwendigen Gewinn mit nützlichen Produkten zu erwirtschaften. Sie haben einen gesellschaftlichen Auftrag, ihre Verpflichtung besteht darin, der Gesellschaft als Ganzem zu dienen. Deshalb sollen sie die Interessen aller Beteiligten in ihrer Geschäftspolitik berücksichtigen.

Die Manager und Politiker, darunter die Minister Olaf Scholz (SPD) und Jens Spahn (CDU), Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Grünen-Chef Robert Habeck und die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, jedenfalls kommen Jahr für Jahr wegen Schwab – manche aber auch trotz Schwab. Nicht alle können etwas mit seinen menschenfreundlichen Ideen anfangen. Jedenfalls nicht so viel, dass sie sie in die Praxis umsetzten.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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