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Wirbel um SPD-Ministerinnen: Nach überraschender Lambrecht-Aussage - Faeser dementiert Job-Wechsel

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Von: Linus Prien

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Nach einem Interview der Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht wurde spekuliert, ob Nancy Faeser in die Landespolitik zurückkehren wird. Dies hat Faeser nun dementiert.

Berlin - Bundesinnenministerin Nancy Faeser plant nach eigenen Worten nicht, ihr Amt vorzeitig aufzugeben, um SPD-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl 2023 in Hessen zu werden. Gegenüber der Bild am Sonntag antwortete sie auf die Frage „Würden Sie dieses Amt der Bundesinnenministerin aufgeben?“ mit: „Ich habe das nicht vor“. Die Zeitung hatte Faeser zur Äußerung von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht befragt. Lambrecht hatte t-online gesagt: „Ich setze darauf, dass Nancy Faeser nicht nur Spitzenkandidatin wird, sondern auch die erste Ministerpräsidentin in Hessen.“

Christine Lambrecht: Die Verteidigungsministerin war eingangs am Innenministerium interessiert

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, hatte es bereits in der Vergangenheit Spekulationen gegeben, dass die Innenministerin in die Landespolitik zurückkehren könnte. Als Bundeskanzler Olaf Scholz seine Minister vorstellte, wurde er bereits bezüglich Faesers möglichen Ambitionen in Hessen befragt. Damals gab Scholz keine klare Antwort. Faeser sprach gar nicht.

Die Bundesverteidigungsministerin und ehemalige Justizministerin Christine Lambrecht hat laut der Süddeutschen Zeitung auch Interesse am Innenministerium geäußert. Sie habe mit ihren Bemerkungen über ihre Kabinetts-Kollegin jedoch nicht darauf anspielen wollen, dass sie bei einem frühzeitigen Rücktritt Faesers ihren Posten übernehmen werde. Über ihre Tätigkeit als Verteidigungsministerin sagte sie: „Ich habe die Aufgabe der Verteidigungsministerin übernommen. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich übernommene Aufgaben auch erfülle.“

Nancy Faeser: Ihre Aussagen lassen Raum für Spekulation

Derzeitig hat die SPD in Hessen noch keinen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2023 bekannt gegeben. Wie die Süddeutsche Zeitung schrieb, sagte Faeser noch Anfang dieses Monats auf einem Parteitag der SPD Hessen: „Mein Herz ist in Hessen“ und dass sie dafür kämpfen wolle, „dass Hessen wieder rot wird“. Faeser wurde beim Parteitag erneut zur Landesvorsitzenden gewählt und unter anderem via Videobotschaft von Olaf Scholz beglückwünscht. All dies bedeutet jedoch keine Kandidatur Faesers 2023. (lp/dpa)

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