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Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei (Mitte) mischte sich in Kairo unter die Demonstranten, die sich gegen die Regierung von Präsident Mohammed Mursi auflehnen.

Weitere Eskalation in Ägypten

Demonstranten stürmen Muslim-Hauptquartier

Istanbul/Kairo - Demonstranten haben in der ägyptischen Hauptstadt Kairo laut lokalen Medien die Zentrale der regierenden Muslimbruderschaft angegriffen und gestürmt.

Der Nachrichtensender Al-Arabija zeigte am Montag Fernsehbilder von dem Hauptquartier der Islamisten. Dort waren die Fensterscheiben eingeschlagen, Bürostühle lagen auf der Straße, an manchen Stellen brannte es. Bei den Auseinandersetzungen starben sechs Menschen. Schon in der Nacht hatte es Angriffe auf das Gebäude im Kairoer Stadtteil Mokattam mit Brandsätzen gegeben. Bei einer anschließenden Schießerei kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Insgesamt starben bei den Protesten seit Sonntag offiziellen Angaben zufolge 16 Menschen. Zuvor hatten bei landesweiten Massenprotesten Hunderttausende Ägypter Präsident Mohammed Mursi zum Rücktritt aufgefordert.

dpa

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