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Tausende Menschen gingen in Mannheim auf die Straße.

In Mannheim und Lübeck

Tausende zeigen Solidarität mit Flüchtlingen

Mannheim - 12 000 Demonstranten gingen am Samstag in Mannheim auf die Straße, um gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen. Auch in Lübeck zeigten sich 4000 Menschen solidarisch.

Deutlich mehr Menschen als erwartet haben in Mannheim und Lübeck für eine offene Gesellschaft in Deutschland demonstriert. Knapp 12 000 Demonstranten gingen am Samstag in Mannheim gegen Intoleranz, Hass und Fremdenfeindlichkeit auf die Straße. Ein Demonstrationszug mit Trommlern zog vom Schloss durch die Innenstadt. Die Polizei zählte 11 500 Teilnehmer. In Lübeck zeigten sich mehr als 4000 Menschen solidarisch mit den Flüchtlingen im Land. Die Veranstalter hatten mit bis zu 1000 Teilnehmern gerechnet.

Bei der Mannheimer Kundgebung sprachen sich viele Menschen auf ihren Plakaten für Vielfalt und gegen die Anti-Islam-Bewegung Pegida aus. „Flüchtlinge werden nicht als solche geboren“, sagte der Mitinitiator und Grünen-Stadtrat Gerhard Fontagnier bei der Abschlusskundgebung. „Es ist ein Akt der Humanität, ihnen zu helfen und ihnen mit Respekt zu begegnen. Und dafür gibt es keine Ausrede.“

In Lübeck erinnerten die Demonstranten auch an die Brandkatastrophe in einer Asylbewerberunterkunft der Hansestadt, bei der am 18. Januar 1996 zehn Menschen starben und 38 verletzt wurden. Zu der Kundgebung unter dem Motto „Refugees Welcome“ (Flüchtlinge willkommen) hatte ein Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Organisationen aufgerufen.

dpa

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