+
Mehrere tausend Demonstranten hatten sich in der Hauptstadt Antananarivo versammelt.

Protest gegen neues Wahlgesetz 

Demonstration in Madagaskar: Ein Toter und 16 Verletzte bei Unruhen

Bei Demonstrationen in Madagaskar kam es zu Ausschreitungen zwischen den Demonstranten und der Polizei. Dabei wurden mehrere Personen verletzt, einer davon tödlich.

Madagaskar - Bei Unruhen in Magadaskar sind am Samstag mindestens ein Mensch getötet und 16 weitere verletzt worden. Wie der Leiter eines Krankenhauses in der Hauptstadt Antananarivo mitteilte, wurden zunächst 17 Verletzte eingeliefert; einer von ihnen sei seinen Verletzungen erlegen. Mehrere tausend Demonstranten hatten sich zuvor in Antananarivo trotz eines Verbots der Behörden versammelt, um gegen neue Wahlgesetze zu demonstrieren. 

Kritiker werfen dem Präsidenten Zensur vor 

Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor, die ihrerseits die Beamten mit Steinen bewarfen. Die Proteste richten sich gegen im April vom Parlament verabschiedete Wahlgesetze. Die Opposition wirft Präsident Hery Rajaonarimampianina vor, er wolle seine Kritiker auf diese Weise wenige Monate vor den Wahlen mundtot machen. 

Ende des Jahres sollen in Madagaskar Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfinden. Der Inselstaat im Indischen Ozean an der Ostküste Afrikas zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Armut und die Zerstörung der berühmten Tier- und Pflanzenwelt der Insel zählen zu den drängendsten Problemen.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kofi Annan ist gestorben: Der UN-Generalsekretär starb nach kurzer Krankheit
Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan ist tot. Der Diplomat aus Ghana starb am Samstag nach kurzer Krankheit. Politiker würdigen seine Leistungen.
Kofi Annan ist gestorben: Der UN-Generalsekretär starb nach kurzer Krankheit
Erdogan will Einsätze im Irak und in Syrien ausweiten
Istanbul (dpa) - Der türkische Staatspräsident Erdogan will die grenzüberschreitenden Einsätze des türkischen Militärs im Irak und in Syrien ausweiten. Er werde "die …
Erdogan will Einsätze im Irak und in Syrien ausweiten
"Haben kurzen zeitlichen Rahmen für Abschiebung von Sami A. genutzt“: NRW-Ministerium verteidigt sich 
Der Fall Sami A. sorgt für Empörung. Nach der Kritik von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius verteidigt sich nun das NRW-Integrationsministerium.
"Haben kurzen zeitlichen Rahmen für Abschiebung von Sami A. genutzt“: NRW-Ministerium verteidigt sich 
Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch zum Tod von Rudolf Heß
Luftballons, Transparente und Trommeln: Demonstranten wollen den Marsch von Neonazis zum Todestag des Hitler-Stellvertreters in Berlin verhindern.
Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch zum Tod von Rudolf Heß

Kommentare