+
Einer der prominentesten Kritiker Putins, der Oppositionelle Alexej Nawalny.

Nawalny demonstriert mit Tausenden

Demonstration in Moskau: "Putin ist ein Dieb"

 Moskau - Aus Protest gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und dessen Vorgehen gegen seine Gegner sind am Sonntag erneut tausende Demonstranten durch Moskau gezogen.

Sie skandierten Parolen wie "Putin ist ein Dieb" und "Freiheit für politische Gefangene!", während sie Porträts inhaftierter Kreml-Kritiker in die Luft reckten - etwa des früheren Ölmagnaten Michail Chodorkowski, der Punkband Pussy Riot und der 30 in russischer Untersuchungshaft sitzenden Umweltschützer von Greenpeace. In den genehmigten Demonstrationszug reihte sich auch einer der prominentesten Kritiker Putins ein, der Oppositionelle Alexej Nawalny.

Die Polizei gab die Teilnehmerzahl mit 4500 an, die Veranstalter sprachen von rund zehntausend Demonstranten. "Der Kampf der Opposition ist endlos und ziemlich kräftezehrend", sagte Nawalny, der selbst wegen einer zur Bewährung ausgesetzten Haftstrafe in den kommenden fünf Jahren weder bei Parlaments- noch bei Präsidentschaftswahlen antreten darf. Wer an einen raschen Sturz Putins glaube, der müsse schon "sehr naiv" sein.

Da die russischen Behörden laut Nawalny die Begnadigung mehrerer Häftlinge vorbereiten sollen, besteht das Ziel der Demonstrationsbewegung nach seinen Worten darin, politische Gefangene mit in diese Regelung aufzunehmen. Nawalny war während der Proteste gegen die umstrittene Parlamentswahl Ende 2011 und Putins Wiederwahl ins Präsidentenamt im Mai 2012 international bekannt geworden. Die Proteste im vergangenen Frühjahr waren in Ausschreitungen gemündet, bei denen rund 30 Polizisten und dutzende Demonstranten verletzt wurden.

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Terror in Barcelona: Was wir am Samstagabend wissen - und was nicht
Die Ermittlungen rund um die Terrorzelle von Barcelona, Cambrils und Alcanar laufen auf Hochtouren. Hier haben wir den Stand der Erkenntnisse für Sie zusammengefasst - …
Terror in Barcelona: Was wir am Samstagabend wissen - und was nicht
IS-Bekennerschreiben - Was hat es mit den Statements auf sich?
Nach dem Bekenntnis zu den Terrorangriffen in Spanien hat die IS-Terrormiliz auch die Angriffe in Turku und im sibirischen Surgut für sich reklamiert.
IS-Bekennerschreiben - Was hat es mit den Statements auf sich?
Terror in Spanien: Das Wichtigste zum Stand der Ermittlungen im Überblick
Bei den Ermittlungen nach den Terrorangriffen in Barcelona und Cambrils sind noch viele Fragen offen. Teilweise widersprechen sich die Behörden. Wir haben das Wichtigste …
Terror in Spanien: Das Wichtigste zum Stand der Ermittlungen im Überblick
Terror-Zelle zerschlagen? Spanische Ermittler uneins
Unstimmigkeiten bei den Ermittlungen in Spanien: Laut Regierung ist die Terrorzelle zerschlagen. In Katalonien sieht man das anders. Der Hauptverdächtige war am Samstag …
Terror-Zelle zerschlagen? Spanische Ermittler uneins

Kommentare