+
600 Rechtsextremisten unterwegs: Die Polizei hatte bei der Demo in Dortmund alles im Griff.

Kundgebungen in Nordrhein-Westfalen

Demos von Rechten und Linken weitgehend friedlich - aber einigen droht Nachspiel

Weitgehend ohne Zwischenfälle sind diverse Demo-Züge durch Dortmund und Köln gezogen. Nur einige wenige Teilnehmer fallen aus der Rolle.

Dortmund - Demonstrationen von Rechtsextremisten und linken Gegnern sind am Samstag in Dortmund trotz einiger Unruhen weitgehend friedlich verlaufen. Nach Polizeiangaben zogen rund 600 Rechtsextremisten durch die Innenstadt. Rund 2000 autonome Linke versuchten mehrfach, die Sperren der Polizei zu überwinden. Dabei kam es auch vereinzelt zu Angriffen auf Polizisten.

Friedlichen Gegenprotest gab es von einer vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisierten Kundgebung. Rund 1000 Menschen setzten sich dabei mit Plakaten und Trillerpfeifen für ein buntes Dortmund ein.

Lesen Sie auch: 70 Menschen bei feministischer Demo in Brüssel festgenommen

Auch Mitglieder der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ unterwegs

Die Rechtsextremisten hatten sich zunächst am Hauptbahnhof versammelt, bevor sie zu ihrer Demonstrationsroute aufbrachen. Unter den Demonstranten waren auch Mitglieder der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“. Einige der Demonstranten hätten mit verbotenen Ausrufen gegen die Auflagen verstoßen, sagte ein Polizeisprecher. „Wir haben die Personen erkannt und werden diese nach der Demo strafrechtlich verfolgen.“ Die rechtsextreme Splitterpartei „Die Rechte“ hatte die Demonstration unter dem Motto „Europa Erwache! Unser Europa ist nicht ihre Union!“ angemeldet.

Lesen Sie auch: Hunderttausende demonstrieren in den USA gegen die Waffengewalt

Auch in Köln verlief eine Kundgebung des rechten Spektrums weitgehend friedlich. Etwa 200 Gegendemonstranten hätten sich an den Absperrgittern versammelt und lautstark gegen die knapp 100 Teilnehmer der Kundgebung protestiert, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei habe Strafanzeigen „im einstelligen Bereich“ wegen Beleidigung und Vermummung gestellt. Augenzeugenberichten sprachen von mehr als 400 Gegendemonstranten.

Das Motto der Rechtsextremisten-Demo in Dortmund: Teilnehmer der Kundgebung fodern „Europa erwache“.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Merz bei Anne Will: Als SPD-Frau ihn scharf angeht, bringt er Zuschauer auf seine Seite
Friedrich Merz landet bei Anne Will in einem Kreuzverhör zwischen Baerbock, Will und Manuela Schwesig. Das Trio macht es ihm nicht leicht. Und der Kandidat bekommt Risse.
Merz bei Anne Will: Als SPD-Frau ihn scharf angeht, bringt er Zuschauer auf seine Seite
Freie Bahn für Söder: Warum sein ärgster Konkurrent für den CSU-Vorsitz absagte
Der Weg zum CSU-Vorsitz ist frei für Markus Söder. Dabei hätten sich einige in der Partei die Kandidatur seines ärgsten Konkurrenten gewünscht. Der zog schließlich …
Freie Bahn für Söder: Warum sein ärgster Konkurrent für den CSU-Vorsitz absagte
Macron: Müssen neues Kapitel für Europa aufschlagen
"Es lebe die deutsch-französische Freundschaft. Es lebe Europa", sagt Emmanuel Macron in einer bewegenden Rede im Bundestag. Eigentlich geht es um das Erinnern an die …
Macron: Müssen neues Kapitel für Europa aufschlagen
Republikaner Scott liegt nach Nachzählung in Florida vorne
Tallahassee (dpa) - Nach der Nachzählung von Stimmen bei der Senatswahl im US-Bundesstaat Florida liegt der Republikaner Rick Scott vorne.
Republikaner Scott liegt nach Nachzählung in Florida vorne

Kommentare