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Thilo Sarrazin.

Er glaubt, die AfD könnte dauerhaft Erfolg haben

Sarrazin: Flüchtlingsdeal schiebt Problem nur auf

Berlin - 2010 machte Thilo Sarrazin Schlagzeilen mit seinem Bestseller "Deutschland schafft sich ab" und löste eine Zuwanderungsdebatte aus. Was denkt er über Merkels Flüchtlingspolitik und die AfD? 

In der "Bild"-Zeitung spricht Sarrazin Klartext. Seine Kernaussagen: Der Flüchtlingspakt mit der Türkei komme zu spät. Er verlagere das Problem lediglich an andere Stelle, und zwar "an einen Staat der traditionell bei der Durchsetzung weniger Skrupel hat als die Länder West- und Nordwesteuropas". Merkel verlasse sich darauf, dass die Grenzen Deutschlands von "zwei Halbdiktatoren" geschützt würden.

Sarrazin kritisiert die Kanzlerin dafür, mit der Lösung der Flüchtlingskrise zu lange gewartet zu haben. Der Deal mit der Türkei sei zwar ein Erfolg, die Verteilung der Flüchtlinge auf die EU-Staaten aber immer noch ungeregelt.

So könnten wir unsere Hände in Unschuld waschen. Sarrazin sagt in der "Bild", hätten die Verantwortlichen von CDU und SPD seine Analysen ernst genommen, "so wäre die AfD 2013 gar nicht erst gegründet worden oder hätte zumindest nicht diese Wahlerfolge". Er traut der AfD noch viele Jahre zu, sofern es ihr gelingen sollte, sich glaubwürdig von rechtsextremen Strömungen abzugrenzen.

Allerdings hält Sarrazin es absolut für möglich, dass Merkel auch über 2017 hinaus Kanzlerin sein wird, "dann vielleicht mit einer schwarz-grünen Koalition."

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