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In Sachsen gab es 2016 deutlich mehr Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung als in den Jahren zuvor.

Meistens Hassattacken im Internet

Sachsen: Zahl der Volksverhetzung seit 2013 verfünffacht

Dresden - Die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung in Sachsen hat sich erneut erhöht. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt über 800 Fälle gezählt. 

Bei den Staatsanwaltschaften in Sachsen sind im vergangenen Jahr 812 Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung geführt worden. Das waren nach Angaben des Justizministeriums vom Donnerstag 16 mehr als 2015. Im Vergleich zu 2013 hat sich die Zahl damit fast verfünffacht. Die Ermittlungen richteten sich gegen insgesamt 1006 Beschuldigte. Nach einem Bericht der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Donnerstag) haben Amts- und Landgerichte seit 2015 auch deutlich mehr Menschen wegen Hetze zur Rechenschaft gezogen.

Laut Statistik ergingen 2016 mit 147 Strafbefehlen wegen Volksverhetzung mehr als doppelt so viele wie 2015. Die Zahl der Anklagen hat sich verdreifacht - von 32 auf 97. In den meisten Verfahren ging es um Hassattacken im Internet. Die Zahl der Ermittlungsverfahren in diesem Bereich explodierte erstmals 2015 - von 192 im Jahr zuvor auf 796. Es gab ein Drittel mehr Anklagen und fast sieben Mal mehr Strafbefehle.

dpa

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