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Marcel Huber(CSU) leitet den „Krisenstab Asyl“ der Staatsregierung.

Starker Anstieg

Huber besorgt: Deutlich mehr Flüchtlinge vom Balkan

München - Es gibt einen deutlichen Anstieg bei den Flüchtlingen aus dem Balkan. Dem Ministerrat bereitet das Sorgen.

Kurz vor Weihnachten spitzt sich die Asyllage in Bayern überraschend zu. Vor allem vom Balkan kommen pro Tag mehrere hundert Flüchtlinge in den Freistaat, zumeist aus wirtschaftlichen Gründen. „Mir macht diese Bewegung Sorgen“, sagte Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) nach einer Sitzung des Ministerrats. Huber, der den Asyl-Krisenstab leitet, hatte unlängst noch eine Entspannung der Lage vermeldet; nun ist laut Regierungskreisen sogar die Ausrufung des „Winternotfallplans“ denkbar.

Laut den Zahlen vom Dienstag kamen binnen 24 Stunden 300 Flüchtlinge neu nach München. „Wir können das einigermaßen puffern“, sagte Huber. Die Unterkunft in der McGraw-Kaserne gehe noch vor Weihnachten in Betrieb. Bayern will deshalb über die Weihnachtsfeiertage 24./25./26. Dezember darauf verzichten, Flüchtlinge in andere Teile Deutschlands weiterzusenden – einige Länder weigern sich ohnehin, ihre Beamten in der Zeit arbeiten zu lassen. In CSU-Kreisen wird aber der hohe Anteil an Flüchtlingen vom Balkan auch deshalb sehr besorgt aufgenommen, weil Bayern bisher nur einen Bruchteil der Ausreisepflichtigen abschiebt.  

cd

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