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Waffenlieferungen für den Irak? Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge dagegen.

67 Prozent gegen Regierungspläne

Deutliche Mehrheit sagt "Nein" zu Waffenlieferung

Berlin - Eine deutliche Mehrheit der Deutschen lehnt einer aktuellen Umfrage zufolge die von der Bundesregierung geplanten Waffenlieferungen für die Kurden im Irak ab.

67 Prozent sprechen sich gegen solche Waffenlieferungen aus, wie das am Freitag in Mainz veröffentlichte ZDF-"Politbarometer" ergab. Lediglich 27 Prozent unterstützen den neuen Kurs der Bundesregierung. Der Umfrage zufolge stoßen Rüstungsexporte in den Irak in allen Parteilagern mehrheitlich auf Ablehnung.

Die Bundesregierung hatte am Mittwoch ihre grundsätzliche Bereitschaft zu Waffenlieferungen an die kurdischen Kampfverbände im Irak erklärt, um diese in ihrem Kampf gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) zu unterstützen. Von der Dschihadistengruppe geht aus Sicht von 67 Prozent der Deutschen eine direkte Gefahr auch für Deutschland aus, wie das ZDF-"Politbarometer" weiter ergab. 28 Prozent der Befragten sehen eine solche Gefahr nicht.

Knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) ist der Auffassung, dass Deutschland in Zukunft mehr Verantwortung bei der Lösung internationaler Konflikte übernehmen sollte. Fast ebenso viele sprechen sich jedoch gegen ein verstärktes Engagement aus (47 Prozent).

Für das aktuelle ZDF-"Politbarometer" befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag telefonisch 1264 Wahlberechtigte.

AFP

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