+
Ein Transportflugzeug der Luftwaffe brachte die Opfer nach Berlin. Foto: Axel Schmidt

Leichen sollen obduziert werden

Deutsche Anschlagsopfer von Istanbul nach Berlin gebracht

Berlin - Die zehn deutschen Todesopfer des Terroranschlags von Istanbul sind zur Bestattung in die Heimat zurückgekehrt.

Ein Transportflugzeug der Luftwaffe landete mit ihren sterblichen Überresten an Bord auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel. Die Maschine parkte - abgeschirmt von der Öffentlichkeit - nahe einem Flugzeug-Hangar, in dem die Särge dann aufgebahrt wurden. Angehörige konnten dort trauern und Abschied nehmen, wie ein Mitarbeiter des Auswärtigen Amts berichtete.

Die Leichen sollen nun obduziert werden. Die Bundesanwaltschaft hatte entschieden, dies in Deutschland vornehmen zu lassen, wie "Der Spiegel" berichtete.

Ein Selbstmordattentäter hatte sich am vergangenen Dienstag in Istanbuls Altstadtviertel Sultanahmet in einer Gruppe deutscher Urlauber in die Luft gesprengt. Zehn Bundesbürger wurden mit in den Tod gerissen, sieben weitere Deutsche verletzt. Die Türkei macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für den Anschlag verantwortlich.

Auch das Bundeskriminalamt geht davon aus. "Es gibt zwar kein Bekennerschreiben, aber Hinweise auf einen IS-Bezug des Attentäters", sagte BKA-Präsident Holger Münch der "Bild am Sonntag". "Der Täter wurde als Flüchtling aus Syrien in der Türkei registriert. Das ist eher untypisch, denn sehr viele Syrer sind dort als nichtregistrierte Flüchtlinge im Land."

Der Täter habe sich eine größere Reisegruppe ausgesucht, "aber nach derzeitigen Erkenntnissen offenbar nicht gezielt eine deutsche", sagte Münch. Jetzt gehe es darum herauszufinden, "ob es weitere Verbindungspersonen gibt und ob diese unter Kontrolle sind oder europaweit nach ihnen gefahndet werden muss".

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Atomschlag: General würde nur „illegalen Befehl“ Trumps verweigern
Der für Nuklearwaffen zuständige US-Topkommandeur würde einen „illegalen Befehl“ von Präsident Donald Trump verweigern.
Atomschlag: General würde nur „illegalen Befehl“ Trumps verweigern
US-General würde "illegalen Befehl" zu Atomschlag verweigern
Was wäre, wenn Präsident Trump seinen Drohungen gegen Nordkorea tatsächlich einen Atomschlag folgen lassen wollte? Der für das US-Arsenal verantwortliche …
US-General würde "illegalen Befehl" zu Atomschlag verweigern
Austausch von Steuerdaten läuft noch nicht rund
Der Informationsaustausch gilt als zentrales Element im Kampf gegen die weltweite Steuerhinterziehung. Das kann aber nur klappen, wenn die beteiligten Staaten alle …
Austausch von Steuerdaten läuft noch nicht rund
Verfassungsschutz beobachtet Bayerns AfD-Chef Bystron nicht mehr
Nach der Wahl in den Bundestag wird der scheidende AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron nicht mehr vom Verfassungsschutz beobachtet.
Verfassungsschutz beobachtet Bayerns AfD-Chef Bystron nicht mehr

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion